Luiz Felipe Scolari tritt gegen Michael Ballack nach. Der im Februar beim FC Chelsea entlassene Star-Trainer hat dem deutschen Nationalmannschaftskapitän und dessen Londoner Teamkollegen Petr Cech und Didier Drogba die Schuld an seinem Scheitern bei den «Blues» gegeben.
«Die wahren Herrscher im Fußball sind heute die Spieler. Sie entscheiden alles», zitierten ihn britische Medien, die sich auf ein Interview des Weltmeistertrainers von 2002 mit dem brasilianischen Blatt «O Globo» beriefen.
Ballack, Torhüter Cech und Stürmerstar Drogba hätten seine Trainingsmethoden und Anforderungen nicht akzeptiert und stattdessen seine Autorität mit Sonderwünschen untergraben, behauptete Scolari. Er wolle nicht wieder in England arbeiten, sagte der 60 Jahre alte Fußballlehrer weiter. Seit kurzem trainiert er den usbekischen Verein FC Bunyodkor.
«Ich glaube, dass es ab dem nächsten Jahr für den englischen Fußball große Probleme geben wird», sagte Scolari unter Verweis auf die Erhöhung des Einkommenssteuersatz für Spitzenverdiener von 40 auf 50 Prozent voraus. Die Premier League könne dann kaum noch mit den Ligen in Ländern wie Spanien oder der Türkei mithalten, wo der Steuersatz erheblich niedriger sei.