In der traditionsreichen Arena fanden die größten Fußballspiele Südafrikas statt. Hier gelang der Regenbogennation 1996 der Sieg beim Afrika-Cup, und hier sprach Nelson Mandela 1990 nach seiner Freilassung zu mehr als 100 000 Menschen. Aber die Bausubstanz des alten Stadions erwies sich als kaum tragfähig. «Wir mussten es fast komplett abreißen», erklärt Pearce. Und der Neubau musste schnell gehen. Als im Januar 2007 mit den Arbeiten begonnen wurde, waren daher die Pläne noch nicht bis in alle Details fertig. «Da gab es einige Überraschungen», sagt Pearce. So waren die Pfeiler zu schmal eingeplant. «Wir hatten gedacht, die würden gebraucht, um das Dach aufrecht zu halten.» Aber es habe sich herausgestellt, dass sie - im Gegenteil - das Dach am Boden halten müssen, da es der Wind nach oben drückt. Nach zweieinhalb Jahren ist das Bauwerk nun fast fertig. Die meisten Sitze sind bereits installiert. Orangefarben leuchtend, geschützt von Plastiküberzügen, scheinen sie bereits auf die Fans zu warten. Noch liegt in der Mitte ein riesiges Oval aus Sand. Es erinnert an eine Arena für Gladiatorenkämpfe. «Der Rasen wird schon in den nächsten Tagen gesät», verspricht Pearce. Das sei zwar ein Wagnis, da in Südafrika Winter sei, aber so richtig kalt werde es am Kap ja selten. Auch ein Ring von Scheinwerfern unter dem Stadion wird demnächst noch angebracht. Er soll das Feuer unter dem Kochtopf symbolisieren. Die Stimmung werden dann aber die Fußballer anheizen müssen. Nur wenn sie die Begeisterung der Fans entfachen, wird der größte Kochtopf Afrikas 2010 zu brodeln beginnen.
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