Rom (dpa) - 24.06.2009, 13:10 Uhr
Blamage beim Confederations Cup, Pleite im Europapokal, Abwanderung der Weltstars und Riesenverluste der Clubs - Italiens Fußball fällt international immer weiter zurück.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Serie A rund zwei Milliarden Euro versenkt, den Anschluss an die Superligen in England und Spanien aber verloren, beklagte die «La Gazzetta dello Sport»
.Allein Meister Inter Mailand habe innerhalb von zwei Jahren (2006 bis 2008) Verluste von 355 Millionen Euro eingefahren. Der Gesamtumsatz der Serie A habe in der Saison 2007/2008 bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Die englische Premier League habe mit 2,4 Milliarden Euro viel mehr erwirtschaftet.
Italiens Clubs seien nicht rentabel, weil die internationalen Erfolge ausbleiben und auch, weil ihnen die Stadien nicht gehören. Insgesamt generierten die Serie-A-Clubs zuletzt 185 Millionen Euro Einnahmen pro Saison mit ihren Stadien. Allein Real Madrid erwirtschafte mit seiner Arena Einnahmen von 100 Millionen Euro.
Juventus Turin hat daraus bereits die Konsequenzen gezogen und baut derzeit eine eigene Fußball-Arena, die mit einem Einkaufs-Center sowie Vergnügungseinrichtungen auch außerhalb der Spielzeiten Geld in die Clubkassen spülen soll. Andere Clubs wie Inter Mailand wollen dem Beispiel folgen.