Spieler nervt Lärm der Vuvuzelas - FIFA besorgt
Johannesburg (dpa) - 18.06.2009, 13:03 Uhr
Ein Fan der Südafrikaner pustet beim Confed Cup in seine Vuvuzela.
Der ohrenbetäubende Lärm der Vuvuzelas bei den Spielen des Confederations Cup in Südafrika wird von einigen Fußballern zunehmend als Ärgernis empfunden und beschäftigt auch die FIFA. Spaniens Mittelfeldspieler Xabi Alonso erregte sich nach dem 1:0-Sieg des Europameisters gegen den Irak über den pausenlosen Gebrauch der Plastik-Trompeten und forderte sogar ein Verbot der Instrumente bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im kommenden Jahr. In einer Reaktion auf die Proteste kündigte der Fußball-Weltverband FIFA an, erst nach Abschluss der Weltmeisterschafts-Generalprobe mit den Organisatoren reden zu wollen. «Es wird zwischen der FIFA und dem Nationalen Organisationskomitee Gespräche wegen der Vuvuzelas geben - die werden aber erst nach dem Confederations Cup stattfinden», erklärte FIFA-Sprecher Nicholas Maingot in Johannesburg.
Die armlangen Krachmacher mit ihrem Elefanten-Sound sind der Fan-Artikel Nummer 1 der Fußball-Anhänger im Kap-Staat. Die Trompeten in leuchtenden Farben erinnern an die Blasinstrumente der Herolde bei mittelalterlichen Turnieren. Die FIFA hatte sie als kulturelle Eigenart des Gastlandes für den Confed-Cup genehmigt. «Die Vuvuzelas sind ein Ärgernis und tragen nichts zur Atmosphäre bei. Sie sollten verboten werden», meinte dagegen Xabi Alonso in Bloemfontein. Auch FIFA-Präsident Joseph Blatter räumt inzwischen ein: «Sie machen ziemlich viel Lärm. Die FIFA ist durchaus besorgt über den Lärm, der auch im Fernsehen dauernd zu hören ist.» Allerdings gab Blatter in dem Zusammenhang auch zu bedenken: «Wenn man nach Afrika geht, ist es eben laut. Ich habe immer gesagt: Fußball ist Trommeln, Rhythmus, Tanzen.» Jedes Township-Kind in Südafrika ist in der Lage, die Vuvuzela mit aufgeblähten Backen zu blasen. Für den VIP-Zuschauer gibt es sie auch in der handlichen Mini-Version mit aufgesetztem Mundstück - für den hartgesottenen Fan sogar in XXL-Größe. Ihr Name geht nach einer von mehreren Theorien auf den «Vuuu-vu»-Ton zurück, den sie verursacht.
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