Mit wenigen Ausnahmen sei alles gut gelaufen, auch die Eröffnungsshow sei von den Fans sehr gut aufgenommen worden. Mkondo: «Die ungläubigen Thomasse dieser Welt backen nun kleine Brötchen - auch wenn wir bei weitem nicht behaupten, dass alles perfekt war.» Neben dem Transport sei etwa die Ausschilderung nicht immer so gewesen, wie man sich das vorgestellt habe, räumte er ein. Brasiliens Superstar Kaká verteidigt die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften nach Südafrika und an sein Heimatland. «Die Kritiken wegen der WM-Organisation hier sind übertrieben. Das Gleiche passiert bei Brasilien. Alle denken, dass es dort nur Gewalt und schlechte Dinge gibt, aber das ist nicht die Wahrheit. Vieles ist wie in der ersten Welt», sagte der künftige Profi von Real Madrid in einem Interview auf der Homepage des brasilianischen Fußball-Verbandes (CBF). Brasilien, das Land des fünfmaligen Weltmeisters, ist 2014 WM-Gastgeber und ebenso wie Südafrika ein Schwellenland. «Nach dem, was ich bisher gesehen habe, werden die Südafrikaner sicherlich eine großartige WM ausrichten», sagte Kaká. Zudem lobte der frühere Weltfußballer die Begeisterungsfähigkeit der Fans. «Es ist toll, die Herzlichkeit der afrikanischen Fans zu spüren, zu sehen, wie sie tanzen und unsere Mannschaft bewundern. Das gibt uns das Gefühl, uns wie daheim zu fühlen. Es ist gut zu wissen, dass Brasilien das Team Nummer zwei der Südafrikaner ist.» Auf Unverständnis bei der FIFA stieß die Kritik an der gekürzten Nationalhymne des Gastlandes. Die war bei der friedlichen Wende zum Ende der Apartheid in Südafrika eine mühsam errungene Kompromissformel, um alle Sprachen und Völker darin widerzuspiegeln. Jede einzelne Strophe ist daher auch heute noch eine Art Politikum. Beim Eröffnungsspiel der Südafrikaner gegen den Irak war die Nationalhymne zum Erstaunen vieler mitsingender Fans jedoch plötzlich nach 90 Sekunden verstummt. «Wir haben das heute Morgen diskutiert: Das Band wurde uns so von der Mannschaft überreicht», sagte FIFA-Sprecher Nicholas Maingot. Es sei zudem nicht das erste Mal, dass eine Nationalhymne gekürzt worden sei, meinte Maingot. Auch bei ihrem Sicherheits-Konzept hat die südafrikanische Polizei noch kein einheitliches Maß gefunden: Extrem aufwendige Maßnahmen in Rustenburg und Blomfontain, laxe Kontrollen in Johannesburg und Pretoria. Vor der Auftaktpartie von Rekord-Weltmeister Brasilien gegen Ägypten in Bloemfontein mussten auch akkreditierte Offizielle und Journalisten eine beispiellose Überprüfung hinnehmen. In Pretoria hingegen gelangten die Besucher der Abendpartie USA-Italien in den Stadionbereich ohne auch nur einmal ihre Taschen öffnen zu müssen. Die Autos der akkreditierten Personen wurden in Bloemfontein in einen eigens vorbereiteten Sicherheitsbereich geschleust. Dort wurden sie von Hunden zunächst nach Rauschgift und Sprengstoff durchsucht. Derweil mussten die Reporter aus aller Welt ihre Pässe registrieren lassen, aussteigen und eine Sicherheitsschleuse wie an Flughäfen durchschreiten. Danach wurde der Wagen auf eine Hebebühne gefahren, wo Polizisten weitere Sicherheits-Checks am Fahrzeug durchführten. Erst im Anschluss wurde man von einem Polizisten auf einem Motorrad zum Parkplatz eskortiert. Ein aufwendiges Prozedere wurde auch am ersten Turniertag auch in Rustenburg vor dem 5:0-Sieg Spaniens gegen Neuseeland durchgeführt. «Tragen Sie eine Feuerwaffe mit sich?», fragten dort zudem die Sicherheitskräfte, was in Südafrika allerdings üblich ist. «Das wird bei der WM noch schlimmer», kündigte ein FIFA-Funktionär, der namentlich nicht genannt werden wollte, für 2010 an. Umfangreiche Kontrollen bei sportlichen Großveranstaltungen sind seit vielen Jahren an der Tagesordnung. Dabei werden aber in der Regel vor allem die Taschen von Medienvertretern durchsucht. Im Johannesburger Ellis Park gelangte man einen Tag nach der Eröffnungspartie hingegen praktisch ohne Kontrolle auf das Stadiongelände. Das kurze Vorzeigen der Akkreditierung genügte. In Pretoria waren die Sicherheitsvorkehrungen ähnlich locker.
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