Der starke Juan Capdevila (58.) und Villa (59.) ließen in der Folge weitere gute Einschussmöglichkeiten für den nun Kräfte sparenden Weltranglisten-Ersten aus, bei dem Albert Riera Spielmacher Iniesta gut ersetzte. Auch Vicente del Bosque ist unterdessen weiter auf Rekordkurs: Der Nachfolger von EM-Coach Luis Aragones weist mit elf Siegen in Serie den besten Einstand eines Trainers weltweit auf. Im Ellis Park-Stadion von Johannesburg hofften die Fans, darunter Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma, vergebens auf ein großes Spiel. Stattdessen bekamen sie im ersten Turnierspiel einen faden Kick zwischen Südafrika und Irak zu sehen. «Wir haben das Spiel die ganze Zeit kontrolliert und hatten gute Chancen, ein Tor zu schießen. Jetzt müssen wir uns auf Neuseeland vorbereiten, da müssen wir noch mehr angreifen», sagte Südafrikas brasilianischer Trainer Joel Santana mit Blick auf das zweite Spiel am 17. Juni. Der zum Mann des Tages gekürte Teko Modise ergänzte: «Ein Unentschieden ist okay für das erste Spiel. Wir haben einfach zu viele Chancen vergeben.» Damit spielte er vor allem auf die kuriose Szene an (83.), als sich ausgerechnet Stürmer Bernard Parker als Toreverhinderer erwies und einem Kopfball seines Teamkollegen Kagisho Dikgacoi kurz vor Überschreiten der Linie im Wege stand. Zufrieden war Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic mit dem Auftritt seiner Iraker: «Ich bin glücklich über diesen Punkt. Er ermöglicht uns, uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Wir können dieses Ergebnis jetzt zwei Tage lang genießen.» Dann bekommt es die Mannschaft des Serben mit dem Gruppen-Favoriten Spanien zu tun. 48 827 Zuschauer in der fast voll besetzten Arena sorgten mit ihren Vuvuzelas genannten Tröten für einen ohrenbetäubenden Lärm, diese ausgelassene Stimmung übertrug sich allerdings nicht auf den Rasen. Denn nach einem farbenfrohen afrikanischen Reigen bei der Eröffnungsfeier ließen die beiden Mannschaften zum Turnierstart jeglichen Spielwitz und Kreativität vermissen.
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