Brasiliens Fußball-Nationalspieler hat die ausgelassene Party-Stimmung der überwiegend schwarzen Fans bei ihrem Training für den Confederations Cup tief beeindruckt.
«Wir waren von der Freundlichkeit und Freude der Menschen begeistert. Und wir werden uns bemühen, das mit attraktivem Fußball zurückzugeben», berichtete Stürmer Robinho zwei Tage vor dem ersten Gruppenspiel des Rekord-Weltmeisters am 15. Juni in Bloemfontein gegen Afrika-Meister Ägypten.
Etwa 6000 Zuschauer waren ins Stadion «Seisa Ramabodu» geströmt und hatten bei frühlingshaften Temperaturen getanzt, gesungen und die Samba-Kicker um den zu Real Madrid wechselnden Spielmacher Kaká umjubelt. «Wir waren beeindruckt», berichtete Abwehrspieler Maicon bei einer Pressekonferenz im abgeschieden gelegenen Teamquartier «Bloem Spa Lodge». Der Abwehrspieler von Inter Mailand hob die Bedeutung der öffentlichen Trainingseinheiten in einer überwiegend von Schwarzen bevölkerten Wohngegend hervor: «Viele von den Leuten, die beim Training waren, werden sich einen Stadionbesuch bei den Spielen wohl nicht leisten können.»
Nur das Abschlusstraining am 14. Juni werden die Brasilianer in dem 48 000 Zuschauer fassenden «Free State Stadium» abhalten. Das Team von Trainer Carlos Dunga will wie vor vier Jahren in Deutschland den Confed-Cup erneut gewinnen. «Unser Ziel ist der Titel», sagte Kapitän Lucio vom FC Bayern München. Viel über den Auftaktgegner Ägypten wussten die brasilianischen Asse noch nicht zu berichten, England-Legionär Robinho warnte eher allgemein: «Das erste Spiel bei einem Turnier ist immer kompliziert.»