Einen Tag vor dem Eröffnungsspiel beim Confederations Cup in Südafrika hat sich Nashat Akram, der Spielmacher der irakischen Fußball-Nationalmannschaft, für eine Aufhebung der Heimspiel-Sperre für sein Heimatland ausgesprochen.
«Ich wünsche mir, dass der FIFA-Bann aufgehoben wird, damit wir wieder im Irak spielen können», sagte der 24-Jährige bei einer Pressekonferenz in Johannesburg. Seit 2003 können die Iraker keine Heimpartien in ihrem von Krieg und Krise geschüttelten Land mehr austragen. Der Weltverband FIFA hat diese Sperre aus Sicherheitsgründen verhängt.
Die Heimspiele fanden seitdem in Nachbarstaaten der Golfregion statt. «Wenn die Sperre aufgehoben wird, werden alle wieder im Irak spielen», sagte Akram. Sicherheitsbedenken gebe es in der Mannschaft nicht. «Wir wollen unsere Landsleute glücklich machen», sagte der Mittelfeldspieler, der zum niederländischen Erstligisten FC Twente wechseln wird. Er hat erst zwei seiner mehr als 70 Länderspiele vor heimischem Publikum bestreiten können.
Der Irak hatte sich durch den Gewinn der Asienmeisterschaft 2007 für den Confederations Cup in Südafrika qualifiziert. Dort trifft die Mannschaft im Eröffnungsspiel am 14. Juni in Johannesburg auf den Gastgeber. Weitere Gegner in der Gruppe A sind Europameister Spanien (17. Juni/Bloemfontein) und Ozeanien-Meister Neuseeland (20. Juni/Johannesburg). In der Qualifikation für die WM 2010 ist der Irak bereits ausgeschieden.