«Bafana Bafana» will Auftaktsieg für Südafrika
Johannesburg (dpa) - 13.06.2009, 18:02 Uhr
Im Ellis Park werden die letzten Vorbereitungen für das Auftaktspiel getroffen.
Überraschungsbesuch vom Präsidenten, unmissverständliche Aufforderung vom wichtigsten Fußball-Manager: Südafrikas Nationalmannschaft steht vor dem Auftaktspiel beim Confederations Cup unter Druck. Staatschef Jacob Zuma kam ins Trainingslager des Bafana-Bafana-Teams und überbrachte die Grüße von Volksheld Nelson Mandela. WM-Chefplaner Danny Jordaan forderte von den «Jungs» der Regenbogennation einen Erfolg gegen den Irak. «Wir haben immer gesehen, welchen Einfluss ein Erfolg des Heimteams auf ein Turnier haben kann. Ob Frankreich 1998, Südkorea 2002 oder Deutschland 2006, das war immer wichtig. Hoffen wir, dass unsere Fußball-Mannschaft sich gut präsentiert», sagte Jordaan vor dem Eröffnungsspiel zum WM-Testlauf am 14. Juni im Johannesburger Ellis Park. Trainer Joel Santana zeigte sich derweil sehr selbstbewusst: «Wir wollen Gala-Fußball spielen», sagte der Brasilianer in südafrikanischen Diensten.
Mannschaftskapitän Aaron Mokena berichtete stolz vom Zuma-Besuch. «Es ist eine große Ehre, wenn der Präsident Zeit für uns hat», sagte er. Die Politiker-Visite konnte auch als Geste nach außen verstanden werden. Ausgerechnet in der Woche des Turnierstarts hatten die Spieler nicht immer den erhofften Vorbildcharakter gezeigt. Publik gewordene und vom Verband abgeschmetterte Prämienforderungen warfen ein schlechtes Licht auf die Mannschaft. «Die ganze Geschichte entspricht nicht der Wahrheit. Wir haben solche Ansprüche nie gestellt und auch nicht mit einem Boykott gedroht», verteidigte Defensivmann Matthew Booth sich und seine Kollegen. Das umstrittene Finanzthema - von den heimischen Boulevardblättern in Einzelheiten ausgebreitet - zerrte an den wegen des sportlichen Drucks ohnehin schon angespannten Nerven. |