Der teuerste Spieler der Welt gab sich im fernen Los Angeles nach sechs Jahren Premier League ebenfalls nüchtern: «Ich hatte meine Zeit mit United. Nun gilt es, nach vorn zu blicken. 80 Millionen Pfund ist eine ganz schöne Summe, der Deal ist historisch.» Bei Manchester begann derweil die Suche nach Ersatz, mit Bayern Münchens Franck Ribéry weiter ganz oben auf der Liste. In Spanien stellten sich viele Fans die Frage: Wo nimmt Real- Präsident Florentino Pérez in Krisenzeiten das Geld her, mit dem er sein Team von «Galaktischen» zusammenkauft? Der Clubchef plant nach Kaká und Ronaldo noch weitere Millionen-Deals. Er will insgesamt 300 Millionen Euro in den Transfermarkt pumpen. Nach Angaben der Zeitung «El País» soll diese Summe je zu einem Drittel mit Rücklagen, mit dem Verkauf von Spielern wie Rafael van der Vaart und mit Krediten finanziert werden. Real setzt darauf, dass die Rekord-Investition sich auszahlt und Cristiano Ronaldo zu einer Werbe-Ikone wird wie David Beckham. «Ein Spieler ist nicht teuer oder billig, sondern rentabel oder nicht rentabel», sagte Pérez. «Marca» ergänzte: «Der weltweite Wirbel um den Transfer zeigt schon jetzt, dass Real mit seiner Entscheidung richtig liegt.» Die Presse in Barcelona sprach dagegen von einem «Skandal». «Angesichts von vier Millionen Arbeitslosen in Spanien ist es obszön, 93 Millionen Euro für einen Fußballer auszugeben», meinte das Fachblatt «Sport». «ManU» begründete seine Freigabe damit, dass der Stürmer den Wunsch geäußert habe, den Verein zu verlassen. Real hatte bereits vor einem Jahr hartnäckig um den Portugiesen geworben. Ein Wechsel scheiterte damals am Widerstand von United-Trainer Sir Alex Ferguson. Der Coach bekräftigte im Dezember, was er von Real hält: «Ich würde diesem Mob nicht einmal ein Virus verkaufen.»
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