Die Madrilenen hatten nach Informationen der Sportpresse bereits vor einem Jahr mit Manchester und Cristiano Ronaldo vereinbart, dass der Stürmer im Sommer 2009 für 80 Millionen Pfund zu den «Königlichen» wechselt. Dem neuen Real-Präsidenten Pérez erschien die von seinem Vorgänger ausgehandelte Summe jedoch zu hoch. Der Clubchef wollte Manchester zu Abstrichen bei der Ablöse bewegen. Die Engländer ließen sich aber auf keine neuen Verhandlungen ein. Sie setzten vielmehr mit der Freigabe ihres Stars die «Königlichen» in Zugzwang. Pérez hatte offenbar keine Handhabe, den Rekord-Deal platzen zu lassen. In diesem Fall hätte Real nach dem Übereinkommen des vorigen Sommers eine Entschädigung von 30 Millionen Euro zahlen müssen, berichteten die Sportblätter «Marca» und «As». Ronaldo hatte den «Red Devils» erst kürzlich noch langfristig die Treue versprochen. Nach Manchesters Niederlage im Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona ließ er jedoch seine Zukunft offen und legte sich mit Ferguson an. Die Fans in England reagierten mit gemischten Gefühlen auf den anstehenden Rekordwechsel. «Einige Anhänger werden sich fragen, warum der Verein seinen besten Spieler verkauft», schrieb die «Times» auf ihrer Internetseite. «Aber die Mehrheit wird wohl die Ansicht vertreten, dass das Angebot zu gut war, um es abzulehnen - gerade für einen Spieler, dessen Herz nicht an Old Trafford zu hängen scheint.» In Spanien stellten sich viele Fans die Frage: Wo nimmt Pérez in Krisenzeiten das Geld her, mit dem er sein Team von «Galaktischen» zusammenkauft? Der Real-Präsident weist solche Bedenken zurück mit dem Hinweis darauf, dass Weltstars dem Club zu höheren Einnahmen verhelfen: «Ein Spieler ist nicht teuer oder billig, sondern rentabel oder nicht rentabel.» Bei Manchester füllt der Transfer die «Kriegskasse». Der Club hatte schon vor Wochen Interesse an Bayern Münchens Star Franck Ribéry als potenziellem Ronaldo-Nachfolger signalisiert. «ManU» hatte den damals 17 Jahre alten Cristiano Ronaldo 2003 für 15 Millionen Euro von Sporting Lissabon erstanden.
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