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England und Holland weiter mit «weißer Weste»

Helsinki (dpa) - 10.06.2009, 23:16 Uhr

Frank Lampard jubelt über den Treffer zum 2:0 gegen Andorra.
Frank Lampard jubelt über den Treffer zum 2:0 gegen Andorra.

England und die Niederlande haben auf dem Weg nach Südafrika ihre «weiße Weste» behalten, Russland bleibt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Kampf um die Direkt-Qualifikation zur WM 2010 dicht auf den Fersen.

Das Team von Trainer Guus Hiddink gewann in Helsinki das Verfolgerduell gegen Finnland mit 3:0 und kam in der Ausscheidungsgruppe 4 mit 15 Zählern wieder bis auf einen Punkt an die führende Auswahl von Joachim Löw heran. Alexander Kerschakow (26./54. Minute) und Konstantin Syrianow (73.) trafen für die «Sbornaja». Die deutsche Elf war im September 2008 in der finnischen Hauptstadt nicht über ein 3:3 hinausgekommen.

Nach dem 6:0 gegen Andorra fehlt England nur noch ein Erfolg aus den letzten drei Begegnungen, um sich den Sieg in der Gruppe 6 zu sichern. Wayne Rooney (4./39.), Frank Lampard (29.), Jermain Defoe (73./75.) und Peter Crouch (80.) erzielten die Tore für die «Three Lions», die den Vorsprung vor Kroatien mit dem siebten Erfolg im siebten Spiel auf zehn Zähler ausbauten. David Beckham absolvierte im Londoner Wembley-Stadion sein 112. Länderspiel. Auf den dritten Gruppenplatz verbesserte sich die Ukraine, die dank zweier Treffer von Sergej Nazarenko (39./47.) mit 2:1 gegen Kasachstan gewann.

Die gleiche Siegbilanz wie England weisen die Niederländer auf, die in Gruppe 9 seit dem 6. Juni als erster europäischer WM-Teilnehmer feststehen. Andre Ooijer (32.) und Arjen Robben (50.) schossen bei strömendem Regen und auf schwer bespielbaren Rasen in Rotterdam den 2:0-Sieg gegen Norwegen heraus. In der Gruppe 7 hält Serbien Kurs auf die WM. Milan Jovanovic (43.) und der Dortmunder Neven Subotic (61.) trafen zum 2:0 auf den Färöer-Inseln, durch das sich die Serben mit 18 Punkten klar von den zweitplatzierten Franzosen (10) absetzten.

Im Beisein von Löw-Assistent Hansi Flick gaben sich die Russen in Helsinkis Olympiastadion keine Blöße. Der EM-Halbfinalist diktierte Tempo und Rhythmus der Partie und nutzte seine wenigen Chancen eiskalt. Nach einem schnellen Pass in die Spitze von Andrej Arschawin ließ Kerschakow Torhüter Jussi Jaaskelainen keine Abwehrmöglichkeit. Als der Keeper neun Minuten nach Wiederanpfiff einen Ball nicht festhalten konnte, war erneut Kerschakow zur Stelle. Mit einem Schuss unter die Latte setzte Syrianow den Schlusspunkt.

Die Suomis mit den Bundesliga-Legionären Petri Pasanen (Werder Bremen) und Mikael Forssell (Hannover 96) sowie dem künftig für Bayer Leverkusen spielenden Sami Hyypiä waren nicht in der Lage, den Favoriten in Verlegenheit zu bringen. Als Tabellen-Dritter mit zehn Punkten hat Finnland praktisch keine Chance mehr auf einen WM-Start.


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