England macht großen Schritt Richtung Südafrika
London (dpa) - 07.06.2009, 11:38 Uhr
Wayne Rooney (l) kämpft mit Sergey Ostapenko (r) um den Ball.
Bei der Fußball-EM 2008 musste England zuschauen, für die WM in Südafrika 2010 ist das Ticket nach dem 4:0 (2:0) in Kasachstan aber fast gelöst. Nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel in der Gruppe 6 bleibt das Team von Coach Fabio Capello souveräner Spitzenreiter. Tabellenzweiter ist Kroatien, das nach dem enttäuschenden 2:2 (1:1) gegen die Ukraine bereits sieben Zähler Rückstand hat. «Wir sind noch nicht ganz am Ziel, aber das war ein riesiger Sieg auf dem Weg dorthin», freute sich John Terry, England- Kapitän und Vereinskollege von Michael Ballack beim FC Chelsea. Nach starkem Beginn der vom deutschen Trainer Bernd Storck betreuten Kasachen am Samstag im Zentral-Stadion von Almaty sorgten Gareth Barry (40. Minute), Emile Heskey (45.+1), Wayne Rooney (72.) mit einer akrobatischen Einlage und Frank Lampard (77./Foulelfmeter) für das etwas schmeichelhafte Ergebnis.
Zuerst hatte England gegen die beherzt aufspielenden Gastgeber allerdings nicht gut ausgesehen. Terry musste schon nach 19 Sekunden in höchster Not retten. «Ich war enttäuscht darüber, welche Positionen manche meiner Spieler eingenommen haben. Aber es war schwierig, ihnen das klarzumachen», sagte Capello, der sich im ersten Durchgang auf der Bank mächtig aufregte. «Das erste Tor hat dann das Spiel verändert», stellte der Italiener fest, der seinen «Three Lions» in der Pause aber dennoch die Leviten las und den schwachen Theo Walcott für den allerdings kaum effektiveren Shaun Wright- Phillips in der Kabine ließ. In der letzten Viertelstunde durfte dann David Beckham seinen Feldspielerrekord auf 111 Einsätze schrauben. Während manche Zeitungen nach dem erneuten Sieg Englands neue Effizienz lobten, zeigten sich andere überrascht vom fußballerischen Wechselbad. «England zeigte teilweise den schlechtesten Fußball unter Capello, gewann aber überlegen und erzielte dank Rooney eines der besten Tor der modernen Ära», wunderte sich die «Sunday Times». «Es war so, als beobachtete man eine Affenhorde, die willkürlich auf Schreibmaschinen herumtippt, und auf einmal produziert einer ein Shakespeare-Sonnet.» Am 10. Juni empfängt England Außenseiter Andorra.
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