Die Muttergesellschaft von Englands Vizemeister FC Liverpool hat 2007/08 wegen ihrer hohen Schulden einen Verlust von 42,6 Millionen Pfund (48 Millionen Euro) ausgewiesen.
Das Minus in den zwölf Monaten bis August 2008 sei zu mehr als drei Vierteln das Resultat hoher Zinszahlungen, berichtete der britische Sender BBC. Die «Kop Football Holding», die den amerikanischen Geschäftsleuten Tom Hicks und George Gillett gehört, hatte sich hoch verschuldet, um den Traditionsverein im Februar 2007 zu übernehmen. Der Club selbst machte im gleichen Zeitraum einen Vorsteuergewinn von 10,2 Millionen Pfund.
Hicks und Gillett müssen bis Ende Juli weitere Kredite refinanzieren. Die Wirtschaftsprüfer der Holding gaben sich laut BBC besorgt, ob die Gesellschaft weiter operieren könne. Die Eigner zeigten sich aber optimistisch, die weitere Finanzierung sicherstellen zu können. Pläne für einen Stadion-Neubau, den Hicks und Gillett bei der Übernahme versprachen, waren zuletzt ins Stocken geraten. Die Eröffnung einer neuen Fußball-Arena werde sich «bis 2012 verzögern», hieß es in der Bilanz.