Ein Fußball-Fan ist in Brasilien, dem Gastgeber der Weltmeisterschaft 2014, bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Anhängergruppen zu Tode geprügelt worden.
Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden bei den Unruhen in Sao Paulo mindestens sieben Personen verletzt. Anhänger des SC Corinthians hätten Fans des Gegners Vasco da Gama aus Rio de Janeiro vor dem Pokal-Halbfinal-Rückspiel (0:0, 1:1 im Hinspiel) in einen Hinterhalt gelockt, hieß es. 27 Fans seien festgenommen worden.
Hunderte von Corinthians-Fans griffen den Angaben zufolge auf einer Zufahrtstraße des Pacaembu-Stadions 13 Reisebusse mit Vasco-Anhängern an, obwohl diese von 20 Polizei-Motorrädern eskortiert worden seien. Die Polizei sagte, sie sei vom Angriff mit Steinen, Eisenstangen und Messern überrascht worden und deshalb zunächst machtlos gewesen. Ein von Fans angezündeter Bus brannte ebenso wie ein Polizeimotorrad aus. Privatfahrzeuge seien beschädigt worden.
Dank des 0:0 und des auswärts erzielten Tores qualifizierte sich der Ronaldo-Club Corinthians für das brasilianische Pokalfinale. Gegner ist Internacional Porto Alegre, das Curitiba auswärts zwar mit 0:1 unterlag, aufgrund des 3:1-Erfolgs im Hinspiel aber weiterkam.