Meister Barça in der Kritik - Wenger nach Madrid?
Madrid (dpa) - 18.05.2009, 12:30 Uhr
Vor der Partie applaudieren Mallorcas Spielern (l) dem Meister aus Barcelona.
Der FC Barcelona hat in seinem ersten Spiel als neuer spanischer Fußballmeister gepatzt. Die Katalanen unterlagen bei RCD Mallorca mit 1:2 (1:0) und mussten sich in der Presse eine mangelnde Einstellung vorhalten lassen. «Aus Ehre und aus Respekt gegenüber dem Fußball ist es für einen Meister nicht angebracht, zu verlieren», monierte «El País». Es war erst die vierte Liga-Niederlage der Blauroten in dieser Saison. «Der Meister denkt nur an Rom», meinte die Zeitung «El Mundo». In der italienischen Hauptstadt trifft Barça am 27. Mai im Champions-League- Finale auf den englischen Meister Manchester United. Mit Blick auf diese Partie hatte Barça-Trainer Josep Guardiola seine Stars gegen Mallorca geschont. Lionel Messi, Xavi, Touré Yaya, Carles Puyol und Piqué traten erst gar nicht gegen die Inselkicker an. Diese standen nach alter Tradition zu Ehren des Meisters Spalier, als die Barça-Spieler den Rasen betraten. Die Katalanen waren zudem darauf bedacht, Samuel Eto'o zum Titel des Torschützenkönigs zu verhelfen. Der Kameruner erzielte zwar in der 9. Minute das Führungstor, vergab aber später einen Elfmeter. Zwei Spieltage vor Saisonende kommt der 28-Jährige auf 29 Treffer, dicht gefolgt von Diego Forlán (Atlético Madrid) mit 28.
Beim kriselnden spanischen Rekordmeister Real Madrid gehen derweil die Spekulationen um die sportliche Zukunft weiter. So berichtete das Sportblatt «Marca», der Trainer des FC Arsenal, Arsène Wenger, sei «ganz verrückt danach», neuer Coach bei den «Königlichen» zu werden. Alles hänge aber davon ab, ob der Bau-Millionär Florentino Pérez tatsächlich im Juni erneut Clubchef bei Real werde. «Mir gefällt Florentinos Konzept», wird Wenger zitiert. Pérez hat unter anderem in Aussicht gestellt, Stars wie Kaká, Cristiano Ronaldo oder Franck Ribéry nach Madrid zu holen.
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