Barcelona gewinnt Pokal und will nun das «Triple»
Madrid (dpa) - 14.05.2009, 13:09 Uhr
Lionel Messi (l) jubelt nach der 2:1-Führung mit seinen Teamkollegen.
Mit einem grandios herausgespielten 4:1 (1:1)-Sieg im Finale über Athletic Bilbao hat der FC Barcelona zum 25. Mal den spanischen Pokal gewonnen. Für die katalanischen Fußball-Künstler soll der erste Titel dieser Saison nicht der letzte sein. «Nun wollen wir an diesem Wochenende auch den Gewinn der Meisterschaft perfekt machen», sagte Trainer Josep Guardiola. Dazu reicht den Blau-Roten ein Unentschieden bei RCD Mallorca. Danach haben Dribbelkünstler Lionel Messi & Co. noch ein drittes Eisen im Feuer: Barça will am 27. Mai in Rom auch das Champions-League-Finale gegen Manchester United gewinnen und damit Fußball-Geschichte schreiben. Ein «Triple» aus Meisterschaft, Pokal und Europacup gelang bisher nur vier Vereinen - Celtic Glasgow, Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und Manchester United. Im Finale um den spanischen «Königspokal» in Valencia stemmten die «Löwen» aus Bilbao sich mit unbändigem Kampfgeist dem haushohen Favoriten entgegen. Die Basken hatten den Pokal selbst schon 23-mal gewonnen, aber ihre beste Zeit liegt weit zurück. Zuletzt hatte Athletic vor 24 Jahren in einem Finale gestanden. Gaizka Toquero (8.) brachte den Außenseiter unerwartet in Führung. Die Fans überall im Baskenland hofften auf eine Sensation.
Aber schon bald setzte sich im Mestalla-Stadion die spielerische Eleganz der Katalanen durch. Dabei musste Barça auf die verletzten Stars Thierry Henry, Andrés Iniesta und Rafael Márquez sowie den gesperrten Eric Abidal verzichten. Yaya Touré (30.) glich noch vor der Pause aus. Lionel Messi (55.), Bojan Krkic (58.) und Xavi (64.) schossen nach dem Wechsel für die Katalanen den ungefährdeten Erfolg heraus. «Wir haben gegen das beste Team der Welt verloren. Da können wir nur gratulieren», sagte Bilbaos Trainer Joaquín Caparrós. Seinen Spielern standen beim Abpfiff der Partie Tränen in den Augen. In Barcelona feierten 40 000 Fans bis weit in die Nacht den Cup- Coup. 300 Randalierer lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. 45 Gewalttäter wurden festgenommen. Mehr als 100 Verletzte, darunter 34 Polizeibeamte, mussten von Sanitätern behandelt werden. Nach Angaben der Rettungsdienste wurde jedoch niemand ernsthaft verletzt. In Gerona kam ein Barça-Anhänger beim Feiern ums Leben. Der 35-Jährige war fünf Meter tief in das Flusstal des Onyar gestürzt. Vor Beginn des Finales hatten Fans aus Katalonien und dem Baskenland ein Pfeifkonzert angestimmt, als König Juan Carlos und Königin Sofía die Ehrentribüne betraten und die spanische Nationalhymne abgespielt wurde.
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