In einem Elfmeter-Krimi hat Lazio Rom das italienische Pokalfinale gegen Sampdoria Genua mit 6:5 gewonnen und sich damit zum fünften Mal in der Vereins-Geschichte den nationalen Cup geholt.
Mit seiner entscheidenden Parade gegen den Argentinier Hugo Campagnaro stieg Torwart Fernando Muslera vor 70 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion in Rom zum Pokalhelden bei Lazio auf. Nach Musleras Glanztat verwandelte Dabo den 14. Elfmeter des Abends zum Triumph der Römer. «Das war ein unvergesslicher Abend», lobte Italiens Staatschef Giorgio Napolitano beide Finalisten im Stadion. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.
Während die Genueser enttäuscht zu Boden sanken, ließ Lazio-Coach Delio Rossi seinen Freudentränen freien Lauf. «So ein hart erkämpfter Erfolg ist eben doch noch schöner», meinte er. Rossi bejubelte den Cup-Sieg als «Lohn für die Arbeit der vergangenen vier Jahre.» Sampdorias Coach Walter Mazzarri zeigte in der bitteren Niederlage Größe und gratulierte seinen «hervorragenden Spielern» und Cup-Sieger Lazio zugleich: «Es war ein würdiges Finale», meinte Mazzarri.
«Lazio triumphiert», titelte die römische Sporttageszeitung «Corriere dello Sport». Dabei hatten sich beide Teams 120 Minuten lang praktisch neutralisiert. Nach dem fulminanten Auftakt durch Mauro Zarates Führungstor für Lazio (4. Minute) glich Giampaolo Pazzini (31.) aus. Stürmer Antonio Cassano trieb Sampdoria zwar immer wieder an, Lazio aber behielt die Genueser fest im Griff.