Juventus Turin darf sein Spiel in der italienischen Fußballliga gegen den US Lecce nun doch vor Publikum austragen. Das Gericht des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) hob die Strafe des Fußballverbandes (FIGC) im Rassismus-Skandal in Rom vorläufig auf.
Italiens oberstes Sportgericht will sich am 14. Mai abschließend mit dem Fall beschäftigen. Wegen rassistischer Fan-Sprechchöre gegen den farbigen Fußballer Mario Balotelli im Spitzenspiel gegen Inter Mailand hatte der Fußballverband den italienischen Rekordmeister in zwei Instanzen zu einem Heimspiel vor leeren Rängen verurteilt. Juve empfand das Urteil als zu hart, weil die Fans zuvor noch nie durch fremdenfeindliche Sprechchöre aufgefallen seien.
Die Aufhebung der Sperre begrüßten die Turiner: «Dies zeigt, dass unser Einspruch begründet war», sagte der hoch zufriedene Juve- Präsident Giovanni Cobolli Gigli. Der italienische Fußballverband zeigte sich dagegen «irritiert» und wertete die Intervention des CONI-Gerichts als unzulässige Einmischung in die Autonomie des Fußballverbands.