Nach seiner Verurteilung zu einem Spiel ohne Publikum geht der italienische Fußballclub Juventus Turin im Rassismus-Skandal erneut in Berufung.
Wegen rassistischer Fan-Sprechchöre gegen den farbigen Fußballer Mario Balotelli im Spitzenspiel gegen Inter Mailand muss der italienische Rekordmeister sein Heimspiel in der Serie A am 03. Mai gegen US Lecce vor leeren Rängen austragen. Das Gericht des nationalen Fußballverbandes (FIGC) hatte die Strafe in dieser Woche in zweiter Instanz bestätigt.
Juve wandte sich nun an das Gericht des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) als oberste Instanz. Der Club empfindet das Urteil als zu hart, weil die Juve-Fans bis zu dem Vorfall im Spiel gegen Inter noch nie durch rassistische Sprechchöre aufgefallen seien. Die Turiner haben sich bei dem aus Afrika stammenden Italiener umgehend entschuldigt.