Im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft zeigt Spitzenreiter FC Barcelona in der Schlussphase Nerven. Nach sieben Siegen in Serie kamen die Katalanen beim FC Valencia nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.
Dabei konnten die Barça-Profis sogar noch von Glück reden, denn die Gastgeber spielten den Favoriten zeitweise glatt an die Wand und sahen bis zuletzt wie die sicheren Sieger aus. Erst fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Thierry Henry nach einem Fehler von Valencias Torwart César der erlösende Ausgleich. «Barça hat sich schwerer getan als sonst», urteilte die Zeitung «El País».
«Wir waren nervöser als üblich und mussten kämpfen wie Stiere», räumte Barças Trainer Josep Guardiola ein, der die Partie gegen den Tabellen-Vierten Valencia zuvor als entscheidend für den Meistertitel bezeichnet hatte. Durch ein Tor des argentinischen Stürmerstars Lionel Messi (23. Minute) waren die Blauroten auch in Führung gegangen. Doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit glich zunächst Maduro für Valencia aus (43.), und Pablo Hernández (45.) brachte die Hafenstädter schließlich vorübergehend in Führung.
Nun müsse sich Barça auf die Champions-League konzentrieren, forderte Guardiola. Im Halbfinal-Hinspiel empfangen die Katalanen im Camp-Nou-Stadion Michael Ballacks FC Chelsea. Verfolger Real Madrid musste in der Liga zu einem schweren Auswärtsspiel beim Drittplatzierten FC Sevilla antreten. «Nie zuvor war die Meisterschaft in dieser Saison für Real so sehr zum Greifen nahe», frohlockte dennoch das Madrider Sportblatt «Marca». Mit einem Sieg könnten die «Königlichen» den Rückstand auf den FC Barcelona auf vier Punkte verkürzen. Allerdings hat der spanische Rekordmeister seit 2003 nicht mehr gegen die Andalusier in deren Stadion gewinnen können. Am nächsten Wochenende steht dann der Klasssiker Real Madrid-FC Barcelona in der spanischen Hauptstadt an.