Werder Bremens Stürmer Claudio Pizarro hat im Streit mit dem peruanischen Fußball-Verband (PFP) einen Sieg errungen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS kippte die Strafe von 10 000 Dollar wegen der angeblichen Verwicklung des Profis in eine Alkoholaffäre.
Der Peruaner begrüßte den Freispruch, will aber weiterhin nicht für sein Land spielen. «Damit ist meine Ehre wieder hergestellt», wird Pizarro auf der Internetseite des Bundesligavereins zitiert. «Meine Familie und Freunde haben zwar immer zu mir gehalten und wussten, dass dies alles nur Lügen sind, die über mich verbreitet wurden. Aber dieses Urteil wird jetzt auch allen, die Zweifel hatten, Gewissheit geben, dass ich immer die Wahrheit gesagt habe.»
Nach einem Länderspiel gegen Brasilien am 18. November 2007 hatte der Verband Pizarro für 18 Monate suspendiert und zu einer Zahlung von 80 000 Dollar verurteilt. Später wurden die Sperre auf drei Monate und auch die Geldstrafe reduziert. Pizarro war vorgeworfen worden, sich an einer ausschweifenden Party beteiligt zu haben. Nach dem Länderspiel soll er zusammen mit anderen Nationalspielern, darunter dem Schalker Jefferson Farfan, mit Frauen und Alkohol in der Whirlpool-Anlage des Mannschaftshotels in Lima gefeiert haben. Der vom FC Chelsea ausgeliehene Werder-Stürmer hatte dies stets bestritten und den Sportgerichtshof angerufen. Nach CAS-Ansicht gibt es keine Beweise für die Vorwürfe des peruanischen Verbandes.
Eine Rückkehr in die Nationalmannschaft wird es trotz des Urteil vorerst nicht geben. «Ich würde gern wieder für mein Land spielen, aber unter den jetzt handelnden Personen, diesem Verbandspräsidenten und diesem Nationaltrainer, wird das nicht möglich sein», sagte der von Chelsea an Bremen ausgeliehen Angreifer. «Mein Vertrauen in sie ist zerstört. Mein Trainer wusste immer, dass ich damals nicht dabei war und hat sich nicht für mich eingesetzt.»