Der ehemalige dänische Fußball-Nationalspieler Michael Laudrup ist nach nur sieben Monaten als Coach beim russischen Rekordmeister Spartak Moskau «wegen sportlichen Misserfolgs» entlassen worden.
Vorerst übernehme Manager Waleri Karpin die Leitung des Trainings, teilte der russische Erstligist dazu auf seiner Internetseite mit. «Es ist immer sehr unschön, wenn man gefeuert wird, aber alle Trainer wissen, dass ihr Job das mit sich bringt», sagte Laudrup der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau.
Spartak hatte am Vortag mit dem 0:3 im russischen Pokal-Wettbewerb gegen Dynamo Moskau seine letzte Titelchance und damit die letzte Möglichkeit zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb verspielt. In der abgelaufenen Saison, die in Russland traditionell im November endet, hatte der Club lediglich Platz acht belegt. Auch der aktuelle Saisonstart der Mannschaft um die ehemaligen Bundesliga-Profis Malik Fathi (Hertha BSC), Martin Stranzl (VfB Stuttgart) und Iwan Saenko (1. FC Nürnberg) war mit nur einem Sieg in vier Spielen enttäuschend.
Laudrup war erst im September als Nachfolger von Trainer Stanislaw Tschertschessow verpflichtet worden, dem früheren Torhüter von Dynamo Dresden. Der 44 Jahre alte Skandinavier Laudrup, der bei Spartak mit einem bis zum Jahresende gültigen Kontrakt ausgestattet ist, hat nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn bereits Brøndby IF Kopenhagen und den Madrider Vorortclub FC Getafe als Coach betreut.