Zehntausende Menschen haben in Liverpool und ganz Großbritannien der Opfer der Stadion-Katastrophe von Hillsborough gedacht.
Vor 20 Jahren, am 15. April 1989, waren beim Pokalspiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 überwiegend junge Fußball-Anhänger in einem Massengedränge auf einer Tribüne des Hillsborough-Stadions in Sheffield ums Leben gekommen. Das Unglück, zu dessen Ursachen polizeiliche Fehler und die damals übliche Stadion-Architektur mit hohen Gitterzäunen zählen, ist das schwerste in der britischen Fußball-Geschichte.
In Liverpools Stadion an der Anfield Road fand in Anwesenheit des damaligen FC-Trainers Kenny Dalglish, der den Verein 1990 zur bislang letzten Meisterschaft geführt hat, und des aktuellen «Reds»-Kapitäns Steven Gerrard ein Trauergottesdienst statt. Gerrard, damals neun Jahre alt, verlor seinen ein Jahr älteren Cousin bei dem Unglück.
Für jeden der Toten wurde eine Kerze entzündet. Um 15.06 Ortszeit - zu dem Zeitpunkt, als das Match abgebrochen wurde - stand in der Stadt der Verkehr still, die Glocken beider Kathedralen und öffentlicher Gebäude läuteten. Auch am Unglücksort in Sheffield und Nottingham wurden zur gleichen Zeit Schweigeminuten abgehalten.