Inter siegt - Pellissier stoppt «Juve»
Rom (dpa) - 05.04.2009, 23:03 Uhr
Chievo Veronas Sergio Pellissier hat den Fußball fest im Blick.
Ein Eigentor von Werder Bremens UEFA-Pokal-Gegner Udinese Calcio hat Inter Mailand der Titelverteidigung in der italienischen Fußball-Meisterschaft einen großen Schritt näher gebracht. Ein Treffer von Udineses Mauricio Isla (77. Minute) ins eigene Netz besiegelte den 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg Inters in der Serie A. Mailand baute seinen Vorsprung auf Verfolger Juventus Turin damit acht Spieltage vor Saisonende auf neun Punkte aus. Udinese verpatzte die Generalprobe für das Viertelfinal-Hinspiel am Donnerstag in Bremen und ist in der Tabelle 14. Chievo Veronas Stürmer Sergio Pellissier hatte Juve im Titel-Fernduell einen herben Rückschlag versetzt. Mit seinen drei Toren in der 25., 44. und 90. Minute trotzte der Italiener dem Rekordmeister (63 Punkte) in Turin praktisch im Alleingang ein 3:3-Unentschieden ab. Damit machte sich Pellissier fünf Tage vor seinem 30. Geburtstag selbst ein verfrühtes Geschenk.
Während die Turiner am 30. Spieltag ihre Fans enttäuschten, kamen die Verfolger des Spitzenduos zu Erfolgen. Der AC Mailand (58 Punkte) bezwang Kellerkind US Lecce durch zwei Tore in der Nachspielzeit von Ronaldinho und Filippo Inzaghi mit 2:0 und festigte Rang drei. Der Tabellenvierte FC Genua (54) siegte mit viel Mühe beim Tabellenletzten Regina Calcio mit 1:0. Der Tabellenfünfte AC Florenz (52) holte im Kampf um den Champions-League-Einzug mit einem 2:1-Sieg bei Atalanta Bergamo ebenso drei wichtige Punkte. Der AS Rom (49) festigte mit einem 2:1-Heimsieg gegen den FC Bologna seinen sechsten Tabellenplatz. In Udine musste Inter-Coach José Mourinho auf Adriano verzichten. Der Brasilianer war von der Länderspiel-Reise nicht aus seiner Heimat zurückgekehrt. Nach Angaben des brasilianischen TV-Senders 20Globo habe Adriano in seiner Heimat persönliche Probleme zu lösen. Mourinho zeigte Verständnis: «Ich bin traurig, aber nicht wütend», sagte der Portugiese. Zugleich betonte er jedoch, dass das unentschuldigte Fehlen des Stürmers inkakzeptabel sei.
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