Der hoch verschuldete spanische Fußball- Erstligist FC Valencia schließt einen Verkauf seiner Stars nicht mehr aus. Der neue Geschäftsführer Javier Gómez verordnete dem Pokalsieger einen strikten Sparkurs.
«Wir werden einen Plan aufstellen, der das wirtschaftliche Überleben des Vereins sichern soll», sagte Gómez nach Presseberichten. An Valencias Nationalspielern David Villa und David Silva sind mehrere internationale Spitzenclubs interessiert. Auf die Frage, ob der Club nun seine Stars verkaufen werde, antwortete der Geschäftsführer: «Wir schließen nichts aus.»
Der Verwaltungsrat des Clubs hatte zuvor beschlossen, den Präsidenten Vicente Soriano zu entmachten und den bisherigen Generaldirektor Gómez zum starken Mann zu machen. Gómez ist ein Wirtschaftsexperte und Vertrauensmann der Sparkasse Bancaja, bei der die Hafenstädter mit 240 Millionen Euro in der Kreide stehen. Die Gesamtschulden des Vereins werden auf 450 Millionen Euro beziffert. Die Spieler erhielten die im Januar fälligen Gehälter bis heute nicht. Gómez bezeichnete die finanzielle Lage des Clubs als «sehr brenzlig». Er könne nicht sagen, wann die Profis ihr Geld bekommen.