Wenige Monate vor dem Anpfiff des Confederations Cup - der Generalprobe der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika - ist die Regierung der Gastgebernation besorgt über die schwache Karten-Nachfrage im Lande.
Regierungssprecher Themba Maseko griff vom Weltfußballverband FIFA geäußerte Bedenken auf, dass die Südafrikaner zu wenig Begeisterung für das sportliche Großereignis zeigten. Nach einer Kabinettssitzung sagt Maseko: «Die Regierung teilt die Bedenken, dass die Südafrikaner keine Karten kaufen.» In den nächsten zwei Wochen würden alle Kommunikations- und Werbestrategien überprüft werden.
FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hatte am Vorabend in Johannesburg betont, dass die Stadien für den Cup im Juni zwar bereit seien, es aber an der Werbung mangele. Der Chef des Nationalen Organisationskomitees (NOK), Danny Jordaan, hatte zuvor beklagt, dass bisher nur 20 Prozent der Tickets für den Confederations Cup und die WM von Südafrikanern nachgefragt worden seien. Für den Confederations Cup wurden bisher nur 170 000 Karten verkauft worden - 646 000 sind noch zu haben. Bis Dienstag lagen der FIFA insgesamt 506 000 Anträge aus 140 Ländern für WM-Tickets vor. Der offizielle Verkaufsbeginn war am 20. Februar.