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Ohne Schuster läuft es besser bei Real Madrid

Madrid (dpa) - 05.01.2009, 12:48 Uhr

Real Madrids Arjen Robben (l) feiert seinen Treffer gegen den FC Villarreal.
Real Madrids Arjen Robben (l) feiert seinen Treffer gegen den FC Villarreal.

Real Madrid hat das neue Jahr mit einem wichtigen Sieg begonnen. Der spanische Rekordmeister setzte sich im Verfolgerduell der Primera División 1:0 gegen den FC Villarreal durch und eroberte hinter Spitzenreiter FC Barcelona und dem FC Valencia den dritten Tabellenplatz.

Knapp einen Monat nach der Entlassung von Coach Bernd Schuster zeigten die «Königlichen» unter Nachfolger Juande Ramos eines ihrer besten Saisonspiele. «Ohne ihn ist Real Madrid aus der Stagnation gekommen und hat zumindest wieder Grund zum Optimismus», meinte die Zeitung «El País» über Schuster.

Den Sieg haben die Madrilenen allerdings vor allem zwei Akteuren zu verdanken: Stürmer Arjen Robben und Torwart Iker Casillas. Der Niederländer dribbelte gleich sechs Gegenspieler aus und erzielte ein Traumtor (31.). Und der «Heilige Iker», wie ihn die Presse nannte, verhinderte mit drei Glanzparaden einen Sieg der stark aufspielenden Gäste. «Iker + Robben = Champions», titelte das Sportblatt «Marca», zumal Tabellenplatz drei zur Champions-League-Teilnahme berechtigt. Vom Erzrivalen Barça ist Real aber weiterhin zwölf Punkte entfernt.

Der seit Wochen kriselnde Ex-HSV-Kapitän Rafael van der Vaart wurde in der Partie im Bernabéu-Stadion erst in der 77. Minute für Neuzugang Lassana Diarra eingewechselt, Nationalspieler Christoph Metzelder kam nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske sogar erst kurz vor Schluss für Robben. Dessen Landsmann Klaas-Jan Huntelaar konnte in seinem ersten Spiel für die «Königlichen» noch nicht überzeugen, mehr Applaus gab es für Diarra. Für beide gilt es, sich zu profilieren, denn wegen einer peinlichen Transferpanne Reals ist nur einer von ihnen für die Champions League spielberechtigt.

Juande Ramos war mit dem zweiten Sieg nacheinander zufrieden. «Wir haben aber viel leiden müssen und es versäumt, klare Chancen zu verwerten.» Auf dem Spielfeld demonstrierte der Schuster-Nachfolger dennoch betont Gelassenheit: Seelenruhig schnitt er sich die Fingernägel. «Es war mir einer abgebrochen», erklärte er. Durch die Niederlage rutsche Villarreal auf Tabellenplatz sieben ab. Einen Einstand nach Maß erlebte dagegen Mexikos ehemaliger Nationalcoach Hugo Sánchez: Mit seinem neuen Verein UD Almería gewann er 1:0 gegen Betis Sevilla und verbesserte sich damit auf den 14. Tabellenplatz.


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