Zeitung: Real Madrid pfuscht auf Transfermarkt
Madrid (dpa) - 26.12.2008, 17:43 Uhr
Pedja Mijatovic gilt bei den Fans als der Hauptverantwortliche für die Krise bei Real Madrid.
Ein angeblicher Schildbürgerstreich bei Real Madrid hat zu Weihnachten im spanischen Fußball für Wirbel gesorgt. Nach einem Bericht des Sportblatts «Marca» unterlief dem spanischen Rekordmeister auf dem Transfermarkt ein peinlicher Fehler. Die «Königlichen» verpflichteten auf dem «Wintermarkt» den Niederländer Klaas-Jan Huntelaar (Ajax Amsterdam) und den Franzosen Lassana Diarra (FC Portsmouth), obwohl sie nur einen der beiden Spieler in der Champions League einsetzen dürfen. «Reals Lachnummer in der Champions League», titelte das Blatt. Und ergänzte: «Dies ist kein Aprilscherz, sondern die Realität eines Pfuschwerks.» Damit ließ die Zeitung vor allem Reals Sportdirektor Pedja Mijatovic in einem schlechten Licht erscheinen. Dieser gilt bei den Fans ohnehin als der Hauptverantwortliche für die Krise beim Rekordmeister, die Trainer Bernd Schuster mit seiner Entlassung bezahlen musste.
Der Club wies den Vorwurf des Pfuschwerks zurück. «Es war der Vereinsführung durchaus bekannt, dass einer der beiden Neuzugänge möglicherweise nicht für die Champions League gemeldet werden kann», betonte Real in einem «offiziellen Kommuniqué». Der Verein verpflichte jedoch keine Spieler nur für einen einzelnen Wettbewerb. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte auf ihrer Internetseite darauf hingewiesen, dass Real nur einen der neuen Spieler - Huntelaar oder Diarra - für die Champions League melden dürfe. Nach Artikel 17.18 des Reglements darf nur ein Spieler für die Meisterliga neu in den Kader aufgenommen werden, der im ersten Halbjahr bereits im UEFA-Pokal-Wettbewerb zum Einsatz gekommen war. Huntelaar und Diarra hatten für ihre bisherigen Vereine in dieser Saison schon im UEFA-Cup gespielt. |