Rückschlag für Schuster: Van Nistelrooy fällt aus
Madrid (dpa) - 13.11.2008, 19:01 Uhr
Ruud van Nistelrooy wird voraussichtlich neun Monate pausieren müssen.
Neue Hiobsbotschaft für Bernd Schuster und Real Madrid: Der krisengeschüttelte spanische Fußball-Meister muss bis zum Ende der Saison auf seinen Torjäger Ruud van Nistelrooy verzichten. Wie der Club mitteilte, wurde der 32-jährige Niederländer in den USA am rechten Knie operiert. Der Stürmer falle für die kommenden sechs bis neun Monate aus. Van Nistelrooy hatte sich im US-Bundesstaat Colorado vom Experten Richard Steadman untersuchen lassen, der das lädierte Knie im Jahr 2000 schon einmal erfolgreich operiert hatte. Der Mediziner stellte nun fest, dass «Van Goal» nicht nur - wie angenommen - an einem Meniskusschaden litt, sondern auch mehrere Bänder und andere Teile des Gelenks lädiert waren. Nach Rundfunkberichten könnte dem Stürmer sogar ein vorzeitiges Ende seiner Karriere drohen. Der Ausfall bedeutet für Schuster zwei Tage nach dem blamablen Pokal-K.o. beim Drittligisten Real Unión Irún einen weiteren schweren Rückschlag. Van Nistelrooy war selbst an Tagen, an denen die Madrilenen schlecht spielten, mit seinen Toren ein Erfolgsgarant. Nach seiner Verletzung steht Schuster fast ohne Stürmer da, zumal der - ohnehin verletzungsanfällige - Angreifer Arjen Robben derzeit ebenfalls ausfällt.
Den «Königlichen» wird kaum eine andere Wahl bleiben, als auf die Schnelle einen neuen Stürmer zu verpflichten. Als Kandidaten werden die Argentinier Diego Milito (FC Genua) und Hernán Crespo (Inter Mailand) gehandelt. Beide zählen international nicht zur höchsten Klasse, könnten aber für Real in der Champions League spielen. Bei den Madrilenen folgte derweil eine Krisensitzung auf die andere. Nach dem Pokal-Aus beriet die Vereinsführung darüber, ob sie an Schuster festhalten soll. Die Profis debattierten zweieinhalb Stunden in spannungsgeladener Atmosphäre mit Schuster und Sportdirektor Pedja Mijatovic über einen Ausweg aus der Krise. Das Problem der «Königlichen» liegt nämlich nicht allein in der Pokal-Pleite. Das Team verlor zuvor in der Champions League zweimal gegen Juventus Turin und konnte auch in den Punktspielen selten überzeugen. |