Im Prozess gegen die Spielervermittlung Gea World hat der Mitangeklagte Luciano Moggi in Rom nochmals jegliche Manipulationen in der italienischen Fußballiga zurückgewiesen. «Früher waren es meine Komplotte, heute sind es Zufälle», spottete der 71-Jährige.
Der ehemalige Manager des Rekordmeisters Turin war wegen Schiedsrichterbeeinflussung und Ergebnismanipulationen in der Serie A vom Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) vor zwei Jahren mit einem langjährigen Berufsverbot und einer Geldstrafe belegt worden. Juve wurde zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt.
In Rom steht Moggi gemeinsam mit seinem Sohn Alessandro vor Gericht. Dessen Spielervermittlung wird vorgeworfen, Fußballer zu Verträgen genötigt zu haben. Außerdem soll die GEA Spielern gedroht haben, für den Fall, dass sie ihre Bedingungen nicht akzeptierten. Als Druckmittel hätten die hervorragenden Kontakte von Luciano Moggi gedient, der in Italien als «Herr des Balles» und «Fußballpate» bezeichnet wurde.