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Maradona-Berufung in Argentinien weiter umstritten

Buenos Aires (dpa) - 31.10.2008, 17:02 Uhr

Diego Maradona ist neuer Coach der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft.
Diego Maradona ist neuer Coach der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft.

Auch drei Tage nach der Berufung des früheren argentinischen Fußball-Stars Diego Maradona zum Trainer der Nationalmannschaft stößt die Entscheidung in Argentinien auf erhebliche Kritik.

Bei Radiosendern riefen ungewöhnlich viele Hörer an, um ihr Unbehagen über den für Eskapaden und Skandale berüchtigten 48-Jährigen zu äußern. «Das endet doch früher oder später doch wieder in einem Skandal», sagte ein Anrufer. Brasiliens Ex-Fußballstar Pelé sprach vielen aus der Seele, als er feststellte, dass ein großer Spieler nicht automatisch auch einen großen Trainer abgeben werde.

Obwohl Maradona bisher immer noch nicht offiziell als Trainer vorgestellt worden war, kündigte er seine erste Reise in dieser Funktion für Samstag an. Er wolle nach Großbritannien fliegen und sich das Spiel der argentinischen Fußballer Carlos Tevez (Manchester United) und Javier Mascherano (Liverpool) ansehen. «Am Dienstag bin ich wieder hier und lege die Liste der Nationalspieler vor», sagte Maradona weiter.

Offen ist auch noch, ob Sergio Batistuta unter Maradonas Führung Traineraufgaben übernehmen würde. Batistuta, der wie Maradona zur WM-Mannschaft von 1986 gehörte, wollte eigentlich selbst Trainer der Nationalmannschaft werden. Dem Vernehmen nach fällt es ihm nun schwer, über seinen eigenen Schatten zu springen und sich Maradona unterzuordnen. «Über die Mitarbeit von Batistuta werden am Montag oder Dienstag Gespräche geführt werden», sagte der Sprecher des nationalen Fußballverbandes AFA, Daniel Nicosia.

Noch am selben Tag werde dann der AFA-Exekutivrat zusammentreten und danach Maradona auch offiziell zum Nationaltrainer ernennen. Maradona hatte sein Trainer-Debüt für den 19. November angekündigt, wenn Argentinien zu einem Freundschaftsspiel in Glasgow gegen Schottland antritt. Die erste Feuerprobe wird Maradona beim WM- Qualifikationsspiel gegen Bolivien am 31. März zu bestehen haben - in 3600 Meter Höhe.


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