«ManU» will Arsenals Rekordserie beenden
Manchester (dpa) - 22.10.2004, 12:53 Uhr
Der Trainer von Manchester United, Sir Alex Ferguson, applaudiert im Stadion.
Manchester United will die historische Rekordserie des FC Arsenal in der englischen Premier League beenden. «Wenn wir sie nicht stoppen, wird es niemand anderes machen», meinte «ManU»-Coach Sir Alex Ferguson vor der Begegnung in Old Trafford. Seit 49 Spielen ist der Titelverteidiger und klare Tabellenführer aus London ungeschlagen. «Wir tun alles, um Arsenal zu stoppen», sagte Manchesters Argentinier Gabriel Heinze der englischen Boulevard-Zeitung «The Sun»: Das Ziel sei der Sieg - was immer er koste. «Die ganze Welt wartet auf dieses Spiel», glaubt Ferguson. Mit provokanten Aussagen heizte er schon vor der Begegnung der beiden erfolgreichsten Liga-Clubs die ohnehin geladene Stimmung zusätzlich an. Denn bereits vor einem Jahr ging es beim Aufeinandertreffen der beiden Rivalen an selber Stelle hoch her. «Das war das Schlimmste, was ich jemals im Sport erlebt habe», meinte Ferguson. Die Teams trennten sich damals torlos - allerdings alles andere als friedlich.
Die Gäste hatten Manchesters Angreifer Ruud van Nistelrooy heftig angegangen, weil sie dem Niederländer nach einem verschossenen Strafstoß die Schuld am Platzverweis für Patrick Vieira gaben. Die Folge: Vier Spieler wurden für zusammen neun Spiele gesperrt, Arsenal musste rund 290 000 Euro Strafe zahlen. Ferguson befand allerdings: «Die Strafen waren lächerlich.» Bei der «Schlacht der Titanen» (BBC) hoffen die «Gunners» von Coach Arsène Wenger auf Vieiras Rückkehr, der im Champions-League- Match bei Panathinaikos Athen (2:2) wegen einer Knöchelverletzung aussetzen musste. Die Gastgeber setzen vor allem auf ihren Neuzugang Wayne Rooney sowie auf van Nistelrooy. Manchester (14 Punkte/6. Platz), das von den vergangenen sechs Liga-Heimspielen gegen Arsenal lediglich eins verlor (0:1 am 8. Mai 2002), könnte mit einem Sieg den dringend erhofften Kontakt zur Spitze mit Arsenal (25) und dem fünf Punkte dahinter liegenden Stadtrivalen FC Chelsea wieder herstellen.
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