Madrid (dpa) - 28.09.2008, 12:08 Uhr
Lorenzo Sanz (Foto von 2006) ist wieder auf freiem Fuß..
Der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, Lorenzo Sanz, steht unter Betrugsverdacht.
Der 65-Jährige soll nach Angaben der Polizei zusammen mit zwei Komplizen bei einer Bank in Córdoba in Südspanien gefälschte Schuldscheine und Überweisungsaufträge vorgelegt haben. Die Papiere stammten von nicht existierenden Geldinstituten, berichtete die spanische Presse. Sanz war zusammen mit den beiden Männern vorübergehend festgenommen und von der Polizei verhört worden.
Nach seiner Freilassung erklärte er, mit den gefälschten Papieren nichts zu tun zu haben. Er kenne seine zwei Begleiter «praktisch nicht». Der Ex-Clubchef räumte allerdings ein, dass er die beiden Männer dem Bank-Personal vorgestellt habe. Die Polizei ermittelt gegen den Bauunternehmer wegen des Verdachts des Betruges und der Urkundenfälschung. Sanz hatte von 1995 bis 2000 an der Spitze der «Königlichen» gestanden. Derzeit ist er Besitzer des Erstligisten FC Málaga. 1999 war er im Zusammenhang mit einem Grundstücksverkauf ins Visier der Justizbehörden geraten.