Mourinho: Huth wird Einätze bekommen
London (dpa) - 20.10.2004, 14:25 Uhr
Chelseas Trainer Jose Mourinho bei einer Pressekonferenz.
Deutschlands Fußball-Nationalspieler Robert Huth muss sich beim FC Chelsea weiter gedulden und vorerst auf Ausfälle seiner direkten Konkurrenten hoffen. «Es muss sich nur jemand verletzen, dann spielt Huth. Er wird seine Einsätze noch bekommen», versicherte der Trainer des englischen Champions-League-Teilnehmers, José Mourinho, in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». Derzeit stehe die Abwehr allerdings sehr gut, und er wolle nicht wechseln. «Aber wir wissen, was wir an ihm haben.» Robert Huth sei ein sehr talentierter, junger Spieler, der drei Weltklasse-Verteidiger vor sich habe, sagte Mourinho weiter. Messen muss sich der Manndecker mit Englands John Terry, Portugals Ricardo Carvalho und Frankreichs William Gallas. Die Folge: In dieser Premier-League-Saison wurde Huth erst einmal eingewechselt.
«Ich wünsche aber niemandem eine Verletzung oder eine Rote Karte», wird Huth auf der Vereins-Homepage zitiert. Natürlich wolle er spielen, aber der Trainer müsse nun mal seine Entscheidungen treffen. Wenn er nicht spiele, müsse er weiter hart arbeiten und sich ganz auf seine Sache konzentrieren, erklärte der dreimalige Nationalspieler. Er sei glücklich bei Chelsea. Unterdessen begann Teamkollege Adrian Mutu einen Tag nach der offiziellen Bestätigung seiner positiven Doping-Probe auf Kokain mit der Drogen-Therapie. Der Kapitän der rumänischen Nationalmannschaft traf sich mit einem Psychologen des englischen Fußball-Verbandes FA, ehe er nach Rom reiste. Mutu wird nun zu weiteren Gesprächen mit der Vereinsführung in London zurück erwartet. Der 25-Jährige hofft durch die Therapie und sein Eingeständnis auf mildernde Umstände. Ihm droht eine Strafe von mindestens sechs Monaten bis zu zwei Jahren, nachdem ihm bei einer Probe im September der Konsum von Kokain nachgewiesen worden war. In den Planungen von Coach Mourinho spielt der als «Lebemann» verschriene Rumäne allerdings ohnehin keine Rolle mehr.
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