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Südafrikas OK-Chef Jordaan widerspricht Blatter

Hamburg (dpa) - 07.09.2008, 16:35 Uhr

Der Organisationschef der Fußball-WM 2010 in Südafrika, Danny Jordaan, hat Spekulationen um eine Verlegung der Weltmeisterschaft in ein anderes Land als «Nonsens» zurückgewiesen.

Jordaan widersprach damit FIFA-Präsident Blatter, der im Juli nach andauernden Bauverzögerungen bei den Stadien-Neubauten einen «Plan B» und «zwei mögliche Ersatzausrichter» ins Spiel gebracht hatte. «Kein Land ist in der Lage, innerhalb so kurzer Zeit eine WM zu organisieren - auch Deutschland nicht», sagte Jordaan in einem Interview mit der «Welt». Das liege weniger an der Infrastruktur als an der rechtlichen Ausgestaltung eines solchen Turnieres, die viele Jahre Zeit benötige.

Jordaan betonte, dass die Vorbereitung in Südafrika sehr gut voranschreite: «Inzwischen wird auf keiner Baustelle mehr gestreikt, wir sind im Zeitplan.» Die Diskussion war nach der Europameisterschaft im Juli neu entflammt, als bekannt wurde, dass mit dem Stadion in Port Elizabeth eine der vier Spielstätten für den Konföderationen Pokal 2009 nicht fertig wird.

Vor einer viertägigen Inspektionstour Blatters relativierte Jordaan Aussagen des Weltverbands- Präsidenten, die Südafrika als WM-Ort in Frage gestellt hatten. «Das war vor über zwei Monaten, seither hat er nichts mehr in diese Richtung gesagt.» Er wisse aber von einem Brief, den Blatter seitdem an Südafrikas ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela geschrieben habe. Darin schreibt Blatter, dass er sich darauf freue, bei der Eröffnungsfeier im Juni 2010 neben Mandela auf der Tribüne zu sitzen.

«Während seines Aufenthalts in Südafrika werden wir Sepp Blatter beweisen, dass wir großartige Fortschritte gemacht haben», sagte Jordaan. Der 57-Jährige ist sicher, dass bis zum anvisierten Fertigstellungstermin am 31. Oktober 2009 alle zehn WM-Stadien einsatzbereit seien. Auch der Transport der 450 000 WM-Touristen sei durch den Ausbau der Flughäfen und Tausender Busse garantiert. Zudem habe die Regierung den Etat für die Sicherheit um weitere 112 Millionen Euro aufgestockt.


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