Hitzfelds Schweizer 2:2 - Debakel für Frankreich
Hamburg (dpa) - 06.09.2008, 23:53 Uhr
Die Österreichischen Spieler jubeln nach einem Treffer gegen Frankreich.
Debakel für Frankreich, Zittersiege für England und Italien und ein durchwachsener Pflichtspieleinstand für Ottmar Hitzfeld als Schweizer Nationalcoach: Frankreich knüpfte beim 1:3 in Österreich am ersten Spieltag der WM-Qualifikation nahtlos an die schlechte EM an. Weltmeister Italien kam bei der ersten Bewährungsprobe unter Rückkehrer Marcello Lippi nur zu einem 2:1-Last-Minute-Sieg in Zypern, und England schrammte in Barcelona beim 2:0 gegen Andorra nur dank eines Doppelschlags von Joe Cole (49./55.) an einer Blamage vorbei. Europameister Spanien gewann in Murcia gegen Bosnien knapp mit 1:0. Das Tor des Tages für die Iberer erzielte EM-Torschützenkönig David Villa (58.). Die Schweizer «Nati» verspielte beim 2:2 in Israel sogar eine 2:0-Führung. «Ich bin enttäuscht, dass wir die drei Punkte nicht holten», analysierte Hitzfeld. Eine Enttäuschung erlebte auch Berti Vogts in der Deutschland-Gruppe 4: Der frühere Bundestrainer verlor mit Aserbaidschan in Cardiff gegen Wales mit 0:1. Erst in der 83. Minute erlöste Sam Vokes die Gastgeber, für die Jason Koumas zuvor schon einen Elfmeter verschossen hatte (67.). Besser als Vogts erging es Ex-Bayern-Coach Giovanni Trapattoni. Seine Iren besiegten in Mainz Georgien mit 2:1. Wegen des russisch-georgischen Konflikts war die Partie von Tiflis ins Bruchwegstadion verlegt worden. Portugal kam unter seinem neuen Coach Carlos Queiroz in der Gruppe 1 in Ta'Qali zu einem souveränen 4:0 gegen Malta.
Frankreich geriet gegen die Österreicher und deren neuen Trainer, den Tschechen Karel Brückner, bereits in der 8. Minute durch Marc Janko in Rückstand. Mit einem Eigentor des Abwehrspielers Philippe Mexes (42.) vom AS Rom nahm das Übel seinen Lauf, das auch Olympique- Lyon-Stürmer Sidney Govou mit seinem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (62.) nicht mehr aufhalten konnte. Andreas Ivanschitz (73.) besiegelte Frankreichs Schicksal und die düstere Zukunft von Coach Raymond Domenech, der durch die Pleite noch stärker unter Druck gerät. Weltmeister-Coach Lippi durfte sich unterdessen bei Antonio di Natale bedanken, dass er sich bei seiner Rückkehr nicht blamierte. Der Stürmer von Udinese Calcio steuerte sowohl die frühe Führung (8.) als auch den Treffer in der letzten Minute bei. Efstathios Aloneftis (29.) hatte in der Partie der Gruppe 8 für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt. |