Der spanische Fußball-Spitzenclub FC Barcelona trennt sich zum Saisonende von Trainer Frank Rijkaard und hat den früheren Barça-Kapitän Josep Guardiola zu seinem Nachfolger bestimmt.
«Er hat das Wissen, den Optimismus und das Selbstbewusstsein, um Erfolg zu haben», lobte Club-Präsident Joan Laporta den 37-jährigen Guardiola. Mit der Entlassung von Rijkaard zog die Spitze des katalanischen Traditionsvereins die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt. Am Vorabend hatte das katalanische Star- Ensemble eine demütigende 1:4-Niederlage bei Meister Real Madrid kassiert.
Als Tabellendritter wird Barcelona die direkte Qualifikation für die Champions League verpassen. Rijkaard habe «mit Barcelona Geschichte geschrieben» und «exzellente Arbeit» geleistet, sagte Club-Präsident Joan Laporta. Der Niederländer Rijkaard, dessen Vertrag bis 2009 lief, übernahm 2003 das Traineramt bei den Katalanen. Neben dem Gewinn zweier Meisterschaften (2005 und 2006) gewann Barca unter seiner fünfjährigen Regie 2006 den Champions-League-Titel durch einen 2:1-Finalsieg gegen den FC Arsenal.
Mit der Wahl von Guardiola gab die Clubspitze dem derzeitigen Coach der B-Elf den Vorzug vor dem Portugiesen José Mourinho und dem Dänen Michael Laudrup. Guardiola ist bei Barca ein alter Bekannter. Er war bereits mit 13 Jahren zu dem Club gestoßen. Als Spieler gehörte er dem «Dream Team» an, das in den 90er Jahren unter Trainer Johan Cruyff eine beispiellose Erfolgsserie feierte. Insgesamt feierte er als Mittelfeldspieler mit Barca sechs Meistertitel in der Primera División. Zudem gewann er bei den Olympischen Spielen 1992 in seiner Heimatstadt Barcelona die Goldmedaille mit der spanischen Auswahl.