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«Rebell» Scharner in Österreich für Unruhe

Wien (dpa) - 24.03.2008, 13:42 Uhr

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«Rebell» Paul Scharner sorgt vor dem Test-Länderspiel gegen die Niederlande für Unruhe im Lager der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft.

In einem Fernsehinterview forderte der im Sommer 2006 zurückgetretene Abwehrspieler für die Europameisterschaft sein Comeback im Team des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB). «Ich bin der Meinung, dass ich helfen kann», sagte der 28-jährige Profi, der bei Wigan Athletic in der englischen Premier League sein Geld verdient. Teamchef Josef Hickersberger, dessen Mannschaft bei der EM-Vorrunde am 16. Juni auf Deutschland trifft, schließt Scharners Rückkehr nicht grundsätzlich aus.

«Scharners beste Position ist die Innenverteidigung, und da haben wir sehr gute Alternativen», erklärte Hickersberger am Wochenende im Abo-Sender Premiere Österreich, räumte aber ein, froh zu sein, bei Bedarf über eine personelle Alternative zu verfügen. Bei einem Treffen vor zwei Wochen in England hatte Scharner bereits seine Bereitschaft signalisiert, ins ÖFB-Team zurückzukehren. Hickersberger sagte nach dem Gespräch: «Ich schließe eine Rückkehr nicht aus, aber ich stufe sie als unwahrscheinlich ein. Sollten außergewöhnliche Umstände eintreten, könnte Scharner doch noch ins EM-Aufgebot rücken.»

Der 28-jährige Scharner hatte im August 2006 seine Karriere als Nationalspieler beendet und den ÖFB und den Teamchef heftig kritisiert. «Der ÖFB ist für mich ein Amateurverein», so der Niederösterreicher einst. Hickersberger ließ der 15-malige Teamspieler damals ausrichten, die Nationalmannschaft sei ein Bremsklotz für seine weitere Entwicklung und habe einen negativen Einfluss auf ihn. Verband und die Mehrzahl der Teamspieler stehen einem Scharner-Comeback eher skeptisch gegenüber.

Ohne den England-Legionär, aber mit elf im Ausland tätigen Spielern bestreitet Österreich in Wien den zweiten EM-Test in diesem Jahr. Aus der deutschen Bundesliga holte Hickersberger den Frankfurter Markus Weissenberger ins Aufgebot. Im Team der Niederlande vertritt HSV-Kapitän Rafael van der Vaart die Bundesliga. Bondscoach Marco van Basten verzichtet auf die Offensivspieler Ruud van Nistelroy, Arjen Robben und Dirk Kuyt sowie die Torhüter Edwin van der Sar und Maarten Stekelenburg. Im Ernst-Happel-Stadion wird wohl Henk Timmer (Feyenoord Rotterdam) zwischen den Pfosten stehen.


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