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Kroaten-Coach Bilic sagt dem HSV ab

Hamburg (dpa) - 21.03.2008, 13:01 Uhr

Slaven Bilic wird nicht Trainer des HSV.
Slaven Bilic wird nicht Trainer des HSV.

Slaven Bilic wird nicht neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Er wolle mindestens noch zwei Jahre kroatischer Nationaltrainer bleiben, sagte der 39-Jährige vor Journalisten in Zagreb.

Bilic, dessen Vertrag beim Kroatischen Fußball-Verband nach der Europameisterschaft im Sommer in Österreich und der Schweiz endet, galt zuletzt als heißester Anwärter auf die Nachfolge von Huub Stevens. Der Niederländer kehrt nach der Saison in seine Heimat zurück und wird dort Coach der PSV Eindhoven.

Bilic bestätigte Verhandlungen mit dem HSV. «Aus dem Gespräch mit den HSV-Leuten habe ich gesehen, dass ich deren Hauptkandidat bin.» Er sehe seine Zukunft jedoch in der Heimat. «Das ist ein fantastisches Angebot, das man nur einmal im Leben bekommt. Doch ich möchte in Kroatien bleiben», sagte der ehemalige Bundesligaprofi des Karlsruher SC. Neben dem HSV hätten auch die englischen Erstligisten West Ham United und FC Fulham sowie der kriselnde französische Hauptstadtclub Paris St. Germain um seine Dienste gebuhlt, sagte Bilic.

Der Trainer von Deutschlands zweitem Gruppengegner bei der EM (12. Juni, Klagenfurt) hatte zuletzt Spekulationen um ein Engagement beim Bundesliga-Dino genährt. Vor einer Woche saß er beim Heimspiel des HSV gegen Borussia Dortmund (1:0) auf der Tribüne der Nordbank-Arena und bestätigte Gespräche mit dem Hamburger Vorstand. In kroatischen Medien war zwischenzeitlich bereits über ein Doppelengagement von Bilic als HSV-Coach und kroatischer Nationaltrainer spekuliert worden.

Die Trainersuche bei den Norddeutschen geht damit weiter. Neben Bilic wurden zuletzt der Niederländer Fred Rutten (Twente Enschede), Christian Groß (FC Basel), Bruno Labbadia (Greuther Fürth) und Jürgen Klopp (FSV Mainz 05) als Kandidaten genannt. HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte zuletzt erklärt, der Verein wolle sich mit einer Entscheidung über die Nachfolge von Stevens noch Zeit lassen: «Wir befinden uns in der Phase der Sondierung.»


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