100 Tage vor der EM: Gastgeber sehen sich auf Kurs
28.02.2008, 14:08 Uhr
Bern (dpa) - Am Ort des deutschen WM-Triumphs von 1954 haben sich die Organisatoren der Fußball-Europameisterschaft 100 Tage vor Turnierbeginn selbst ein gutes Vorbereitungszeugnis ausgestellt. «Ich schlafe sehr gut. Wir sind gut auf Kurs. Wir haben alle wichtigen Schritte gemacht», sagte Organisationschef Martin Kallen bei einer Countdown-Veranstaltung in einem aufblasbaren Mammut-Zelt vor der EM-Arena in Bern. 100 Tage vor der Auftaktpartie am 7. Juni im Basler St. Jakob-Park verriet der oberste EM-Macher zudem erstmals Details über die Eröffnungsfeier für das Turnier in Österreich und der Schweiz. In einer gut zehnminütigen farbenfrohen Inszenierung werden dort 1000 Akteure dem Publikum eine Show rund um den Fußball sowie Typisches aus den Gastgeberländern bieten. Auch im Co-Gastgeberland Österreich standen Countdown-Veranstaltungen an. In Wien wurde der Startschuss zur Aktion «Ganz Österreich am Ball» gegeben, mit der die EM-Begeisterung in der Alpenrepublik weiter gesteigert werden soll. Zudem wurde das berühmte Riesenrad im Wiener Prater in einen Fußball verwandelt. Die derzeit in Bern stationierte Zeltkonstruktion «Euro Experience Tour» wird als Wanderausstellung in den kommenden Wochen durch Städte in der Schweiz und Österreich reisen und ähnlich dem deutschen WM-Globus 2006 Werbung für die EM-Endrunde vom 7. bis 29. Juni machen. Zu bewundern ist für die Besucher dabei auch die Original-EM-Trophäe.
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«Ich hoffe, dass ich nicht der einzige Schweizer bin, der dem Pokal so nahe kommt», sagte der Schweizer Musiker Baschi, der den Schweizer EM-Song «Bring en hei» intoniert und gemeinsam mit dem Jamaikaner Shaggy, Interpret des Maskottchen-Lieds («Like a Superstar»), den Silbercup auf die Bühne tragen durfte. Bei der Schlussfeier vor dem Finale in Wien am 29. Juni wird der noch nicht bekannte offizielle EM-Song live dargeboten werden, verrieten die EM-Macher. Erstmals seit dem deutschen Sieg 1996 im Londoner Wembley-Stadion wird nach dem Finale die Trophäe an den neuen Europameister im Ernst-Happel-Stadion wieder auf der Tribüne überreicht werden und nicht wie zuletzt bei großen Turnieren üblich auf dem Rasen. Hauptaufgabe in den verbliebenen 100 Tagen bis zum Start ist die Ticketvergabe. Allein aus Deutschland, der Schweiz und Österreich liegen rund vier Millionen Ticketanfragen vor, insgesamt sind für die 31 Spiele aber nur gut eine Million Karten verfügbar. Zudem müssen noch temporäre Baumaßnahmen in den acht Stadien in Wien, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Basel, Bern, Zürich und Genf organisiert werden, sagte Kallen. Der EM-Chef legte sich genau wie der Schweizer EM-Botschafter und frühere Bundesliga-Profi Stéphane Chapuisat schon jetzt auf einen Turnierfavoriten fest. «Ich habe vor sechs Monaten Deutschland gesagt, und ich bleibe dabei», sagte Kallen.
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