Der Torwartstreit beim spanischen Fußball-Erstligisten Deportivo La Coruña hat zu einem Hafturteil geführt. Der Ersatzkeeper Gustavo Munúa wurde von einem Gericht zu sechs Monaten Haft verurteilt.
Er hatte seinem Rivalen Dudú Aouate einen Faustschlag ins Gesicht versetzt hatte. Es galt jedoch als wahrscheinlich, dass die Haftstrafe in eine Geldbuße umgewandelt wird.
Der Uruguayer Munúa gestand vor Gericht den Faustschlag und akzeptierte ein Schnellverfahren. Die Staatsanwaltschaft stimmte dafür einer Herabsetzung der Strafe von neun auf sechs Monaten zu. Der Israeli Aouate sagte in dem Verfahren als Zeuge aus. Er hatte keine Anzeige erstattet, behielt sich aber die Möglichkeit einer Schadensersatzklage offen.
Beide Keeper waren nach dem Zwischenfall am 11. Januar aus dem Kader ausgeschlossen worden und trainieren seither separat. Trainer Miguel Angel Lotina will sie erst wieder in die Mannschaft aufnehmen, wenn sie sich vertragen und öffentlich für den Streit entschuldigt haben. Munúa hatte dem Stammkeeper Aouate beim Training mit der Faust so heftig ins Gesicht geschlagen, dass der Israeli am linken Auge mit acht Stichen genäht werden musste.