Barça bleibt Real auf den Fersen
Madrid (dpa) - 06.01.2008, 12:15 Uhr
Barca-Stürmer Samuel Eto'o sorgte durch sein 2:0 für die Entscheidung.
Der FC Barcelona stemmt sich einem drohenden Alleingang von Real Madrid in der spanischen Fußball-Liga entgegen. Zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage gegen das Team von Trainer Bernd Schuster gewannen die Katalanen ihr Punktspiel bei RCD Mallorca mit 2:0. Sie wendeten damit den drohenden Absturz in eine Krise ab. Die Elf von Trainer Frank Rijkaard bot ohne die verletzten Stars Lionel Messi und Ronaldinho auf der Ferieninsel allerdings nur Fußball-Magerkost. «Das Wichtigste waren die drei Punkte», sagte Rijkaard. Die Tore erzielten am Samstagabend Rafael Márquez (63. Minute) und Samuel Eto'o (92.). Auch Barças Lokalrivale Espanyol mischt im Kampf um den Titel weiter mit. Die Überraschungs-Elf der Primera División schlug in der Spitzenpartie des vorletzten Hinrunden-Spieltages den Tabellenvierten FC Villarreal glatt 3:0. Damit rangiert Espanyol (36 Punkte) nur einen Zähler hinter Barça (37) auf dem dritten Platz.
Der FC Valencia sicherte sich unterdessen die Dienste des 19- jährigen Talents Ever Banega. Der argentinische U 20-Nationalspieler unterzeichnete beim Club des deutschen Nationaltorhüters Timo Hildebrand einen Vertrag über fünfeinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2013 und soll umgerechnet 18 Millionen Euro Ablöse kosten. Der Mittelfeldakteur von Boca Juniors Buenos Aires ist die erste Verpflichtung des neuen FCV-Trainers Ronald Koeman. Banega soll den Portugiesen Manuel Fernandes ersetzen, den die Valencianer an den FC Everton ausleihen wollen. Kurz vor seinem geplanten Wechsel nach England musste Fernandes jedoch wegen einer Schlägerei eine Nacht in einer Polizeizelle verbringen. Der 21- Jährige hatte sich in einer Diskothek in Valencia, wo er den Geburtstag seines portugiesischen Landsmannes und Nationalspielers Miguel Brito feierte, eine Prügelei mit Polizeibeamten geliefert. Fernandes war zu Saisonbeginn für 18 Millionen Euro von Benfica Lissabon nach Valencia gekommen, konnte sich aber nicht durchsetzen.
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