Italiens Fußball-Nationaltrainer Roberto Donadoni hält seine «Azzurri» für die Titelfavoriten bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. «Das kann gar nicht anders sein», sagte Donadoni in einem Interview der «La Gazzetta dello Sport».
Der Weltmeister habe dabei in diesem Sommer allerdings gefährliche Rivalen, räumte der 44-Jährige ein. Eine ganze Reihe von Nationen zähle mit zum Favoritenkreis. «Dieses Turnier ist beinahe schon wie eine Weltmeisterschaft», befand Donadoni.
Mit den Niederlanden, Frankreich und Rumänien hat Italien sehr schwere Gruppengegner. «Ich habe die Schwere der Aufgabe nie bestritten, aber ich klage nicht darüber», betonte Donadoni. Sich nur auf die vermeintlich harten Brocken Niederlande und Frankreich zu konzentrieren, hält er jedoch für vollkommen falsch. «Vielmehr lässt mich Rumänien nicht ruhig schlafen», verriet der Nationalcoach.
Dass er selbst seit seiner Amtsübernahme permanent in der Kritik steht, ficht Donadoni dagegen nicht an. Nie habe er über einen Rücktritt nachgedacht, stellte er klar. Sehr wohl sei ihm aber klar gewesen, dass er bei einer entscheidenden Heim-Niederlage im EM- Qualifikationsspiel gegen Frankreich entlassen worden wäre. «Aber ich gebe nicht auf», versicherte Donadoni. Er kann wohl nur mit einem Titelgewinn bei der EM aus dem großen Schatten seines Vorgängers Marcello Lippi heraustreten, der Italien 2006 zum WM-Triumph führte.