Der ehemalige Bundesligaprofi Ferydoon Zandi hat Berichte zurückgewiesen, wonach er aus antisemitischen Beweggründen die Übungseinheit eines israelischen Trainers boykottiert habe.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte zuvor verbreitet, der Deutsch-Iraner Zandi habe das Training beim zyprischen Club Apollon Limassol verlassen, weil der Verein einen Trainer aus Israel eingestellt hat. «Das ist eine völlige Ente. Ich bin gar nicht mehr bei Limassol unter Vertrag», sagte Zandi der «Bild»-Zeitung. «Falls ich dort noch unter Vertrag wäre, sähe ich kein Problem, unter einem israelischen Trainer zu spielen. Fußball ist Fußball, Politik ist Politik.»
Der 28-jährige Zandi, der in Meppen, Freiburg, Lübeck und Kaiserslautern tätig war und auch in der deutschen U-21- Nationalmannschaft spielte, tritt seit Anfang 2005 für sein Geburtsland an. Nach der WM in Deutschland wurde er in Kaiserslautern ausgemustert. Danach war er kurz in Paderborn tätig, ehe er in die zyprische Liga zu Apollon Limassol wechselte. Zandi gehört zum Kader der iranischen Nationalmannschaft.