Die Clubführung von Real Madrid hat in einem bislang einmaligen Brief an den spanischen Fußballverband mehr «Respekt» für seinen Starspieler Raul gefordert.
Nach einem Bericht der Sportzeitung «Marca» verlangt Vereinspräsident Angel Maria Villar von Nationaltrainer Luis Aragones, sich künftig «weniger aggressiv» über den Stürmer zu äußern. Aragones hatte den 30-Jährigen seit Oktober 2006 nicht mehr im Nationalteam aufgeboten. Bei der WM hatten sich beide eine verbale Auseinandersetzung geliefert, nachdem Raul nach zehn Jahren als Stammspieler auf die Ersatzbank verbannt worden war.
Am vergangenen Wochenende hatte Aragones gereizt auf Fragen reagiert, warum er Raul nicht für das wichtige EM-Qualifikationsspiel in Dänemark nominiert habe. «Wie viele EM-Titel oder Weltmeisterschaften haben wir mit Raul gewonnen?», fragte der Trainer. Nach dem 3:1-Erfolg gegen die Skandinavier und der praktisch feststehenden EM-Qualifikation ist nicht mehr mit einer Rückkehr Rauls ins Nationalteam zu rechnen.