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Ballack will weitere Konflikte vermeiden

Berlin (dpa) - 19.09.2007, 13:38 Uhr

Michael Ballack will am liebsten wieder auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen.
Michael Ballack will am liebsten wieder auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen.

Michael Ballack will weiteren Konflikten mit seinem Arbeitgeber FC Chelsea unter allen Umständen aus dem Weg gehen.

Zuletzt hatten Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff scharfe Kritik am Umgang des englischen Premier-League-Clubs mit Ballack geäußert. «Michael will jetzt einfach ein Stück Ruhe haben und nicht, dass es jetzt permanent hin- und hergeht zwischen uns und Chelsea. Er möchte fit werden, daran arbeitet er», sagte Löw in der «Sport Bild».

Der Bundestrainer berichtete, dass Ballack inzwischen ein Gespräch mit Chelsea-Trainer José Mourinho hatte. Ballack habe ihm auch gesagt, dass sein zwei Mal operierter Fuß nach einem Rückschlag wieder voll belastbar sei. DFB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt habe alle Bedenken ausgeräumt, «dass irgendetwas zurückbleibt».

Chefcoach Mourinho hatte Ballack nach Absprache mit der medizinischen Abteilung des FC Chelsea überraschend nicht für die Gruppenphase der Champions League nominiert, in die Chelsea nur mit einem 1:1 gegen Rosenborg Trondheim startete. Seit fünf Monaten laboriert der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft an einer Verletzung im linken Sprunggelenk, zwei Mal wurde er in Deutschland operiert.

«Grundsätzlich sei alles in Ordnung», berichtete Löw von dem Gespräch Ballacks mit seinem Clubtrainer. Die Spekulationen, Chelsea wolle Ballack loswerden, würden nicht stimmen, so Löw. Auch Chelsea-Geschäftsführer Peter Kenyon hatte zuvor bereits betont: «Unsere einzige Sorge ist, dass Michael wieder fit wird und für Chelsea und die deutsche Nationalmannschaft spielen kann.»

Ein Termin für die Rückkehr Ballacks ins Teamtraining oder gar in den Spielbetrieb aber nannten die Verantwortlichen von Chelsea und des DFB weiterhin nicht. «Er kann das komplette Aufbauprogramm machen», sagte Löw zum aktuellen Stand der Genesung. Der Bundestrainer will sich mit Bemerkungen Richtung England jetzt zurückhalten: «Wir haben Michael gesagt, dass wir mal in Ruhe reden möchten mit Kenyon und Mourinho. Bis dahin werden wir nichts mehr in Richtung Chelsea sagen.»


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