Kaka kassiert mehr als gesamter Cagliari-Kader
Rom (dpa) - 11.09.2007, 11:52 Uhr
Kaka vom AC Mailand ist der Top-Verdiener in Italien.
Liga-Krösus und arme Schlucker - die Schere zwischen Arm und Reich klafft im italienischen Fußball immer weiter auseinander. Top-Clubs wie der AC und Inter Mailand sowie Rekordmeister Juventus Turin werfen mit den Millionen nur so um sich, während eine Reihe von Provinz-Clubs in der Serie A um das Überleben kämpft. 120 Millionen Euro pumpt allein Champions-League-Sieger AC Mailand in seinen ausnahmslos mit Millionären besetzten Nobelkader - nochmals zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Liga-Top-Verdiener Kaka kassiert bei Titelanwärter Milan mit 6 Millionen Euro netto pro Jahr mehr, als der gesamte Kader von US Cagliari zusammen. Die drei mit Sponsoren- und TV-Geldern üppig versorgten Top-Clubs AC Mailand (120 Millionen), Inter Mailand (110) und Juventus (96,9) geben fast so viel für ihre Spieler aus wie alle anderen 17 Serie A- Clubs zusammen. Cagliari investiert gerade mal 11 Millionen brutto in seine kickenden Angestellten. 666 Millionen Euro zahlen die 20 Serie A-Clubs in dieser Saison insgesamt an Brutto-Spielergehältern. In den Taschen der 494 Profi-Kicker landen netto 368 Millionen Euro.
Neben Top-Verdiener Kaka streichen auch AS Roms Kapitän Francesco Totti (5,46), die Inter-Stars Patrick Viera, Zlatan Ibrahimovic und Adriano sowie Juventus-Keeper Gianluigi Buffon (alle 5,0) fürstliche Gagen ein. Der 19-jährige Daniele Papponi vom AC Parma ist mit einem Netto-Jahressalär von 60 000 Euro der am schlechtesten bezahlte Profi der Serie A. Zum Vergleich: So viel wie Papponi per anno verdient der Brasilianer Kaka innerhalb von nur rund vier Tagen. Bestbezahlter Kicker beim Champions-League-Teilnehmer Lazio Rom ist kurioserweise Roberto Baronio, der in den letzten Monaten so gut wie nie gespielt hat. Baronio bekommt allerdings vergleichsweise läppische 750 000 Euro: Als einziger Top-Club haben die Römer keinen einzigen Einkommens-Millionär in ihren Reihen. Der Grund für Lazios Bescheidenheit ist aber weniger tugendhafte Sparsamkeit als vielmehr pure Notwendigkeit: Denn nach dem Aus von Ex-Präsident Sergio Cragnotti stand der Traditionsclub vor dem Ruin. Nur mit einem eisernen Sparkurs war Lazio zu retten. Mit einem Spieler-Etat von 18 Millionen Euro gehören die Römer nun zu den «Sparmeistern» der Liga.
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