Bittere Pleite für Schuster und Real
Madrid (dpa) - 20.08.2007, 13:25 Uhr
Die Spieler des FC Sevilla feiern den Sieg im Supercup gegen Real Madrid.
Trainer Bernd Schuster hat mit Real Madrid den ersten Titel verspielt. Der spanische Fußball-Rekordmeister erlitt im Rückspiel des Supercups gegen den Pokalsieger FC Sevilla eine bittere 3:5-Niederlage. Die «Königlichen» hatten bereits das Hinspiel in Sevilla mit 0:1 verloren. Schusters Premiere als Real-Trainer im heimischen Bernabéu-Stadion endete, wie «Marca» befand, in einem «Fiasko von historischen Ausmaßen». Das Sportblatt erinnerte daran, dass die Madrilenen zuletzt vor fünf Jahren im eigenen Stadion fünf Gegentreffer kassiert hatten, damals gegen RCD Mallorca. Der FC Sevilla hatte bis zu seinem Triumph nur ein einziges Mal fünf Treffer im Bernabéu-Stadion erzielt - und das liegt 64 Jahre zurück. Die Ex-Bundesligaprofis Christoph Metzelder (Real) und Andreas Hinkel (Sevilla) kamen nicht zum Einsatz. Der frühere Dortmunder wie auch der Ex-Stuttgarter waren von ihren Trainern nicht einmal als Ersatzspieler nominiert worden.
Der FC Sevilla, bis vor kurzem eher eine «kleine Nummer» im spanischen Fußball, brachte das Kunststück fertig, in 15 Monaten fünf Titel zu gewinnen: zwei Mal den UEFA-Pokal sowie den europäischen Supercup, den Landespokal und jetzt den spanischen Supercup. «Sevilla verschlingt Real», titelte die Zeitung «El País». Schuster sieht sich knapp eine Woche vor Saisonbeginn in der Primera División heftiger Kritik und vereinzelt sogar bitterem Hohn ausgesetzt. Der Kolumnist Miguel Serrano spottete: «Der Trainer versprach einen spektakulären Fußball, und das Publikum bekam acht Tore zu sehen. Schade nur, dass fünf für den Gegner waren.» |