Ballack sagt Real ab - «Bleibe beim FC Chelsea»
Madrid/London (dpa) - 06.08.2007, 16:10 Uhr
Michael Ballack will beim FC Chelsea bleiben.
Kalte Dusche für Real Madrid: Michael Ballack hat dem Werben des spanischen Fußball-Rekordmeisters eine Absage erteilt. «Ich habe kein Interesse, den FC Chelsea zu verlassen», betonte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. «Ich hatte keine Kontakte zu Real Madrid», ließ der 30-jährige Mittelfeldspieler über die Internetseite des englischen Pokalsiegers verbreiten. Real wollte Ballack im «Doppelpack» mit dem Niederländer Arjen Robben verpflichten. Die «Königlichen» sollen dem FC Chelsea nach spanischen Presseberichten für beide Spieler eine Ablösesumme von insgesamt 40 Millionen Euro geboten haben. Die Sportblätter «Marca» und «As» wollten gar erfahren haben, dass Ballack einem Wechsel nach Madrid zugestimmt habe. Der Kapitän der DFB-Elf habe sich sogar damit einverstanden erklärt, dass sein - auf acht Millionen Euro beziffertes - Jahresgehalt bei Real drastisch gekürzt würde. Ballack wies diese Behauptungen energisch zurück: «Ich bin in London sehr glücklich, beruflich wie auch mit meiner Familie. Die Spekulationen über einen Wechsel treffen nicht zu.» Wenige Stunden zuvor hatten die Madrider Sportblätter noch den Eindruck erweckt, als stünde eine Verpflichtung Ballacks bei Real unmittelbar bevor. Sie begründeten ihre Erwartung damit, dass Reals Vereinspräsident Ramón Calderón aus dem Urlaub zurückkehrte und den Doppeltransfer rasch über die Bühne bringen wolle. Calderón hatte in der vorigen Woche angekündigt, der Club werde «in den kommenden Tagen» die Verpflichtung von zwei oder drei prominenten Spielern bekanntgeben.
Für «Marca» und «As» schien ein Wechsel von Ballack nach Madrid «nur noch eine Frage von Stunden» zu sein. Dies ging so weit, dass Reals Mittelfeldspieler Guti sich bereits Sorgen über seinen Platz in der Stammelf machte. Bernd Schuster betont seit Tagen immer wieder: «Real braucht einen Spieler wie Ballack.» Es ist unbestritten, dass der spanische Meister einen Regisseur sucht. «Guti kann nicht immer so gut spielen, wie in den letzten Partien», meinte Schuster. Nachdem Wunschkandidaten wie der Brasilianer Kaká oder der Katalane Cesc Fàbregas (Arsenal London) den «Königlichen» Absagen erteilt hatten, rückte Ballack auf den ersten Platz der Kandidatenliste. |